Ilzer-Truppe feiert fünften Sieg im sechsten Spiel
Die TSG Hoffenheim bleibt weiterhin in der Erfolgsspur und kletterte am 11. Bundesliga-Spieltag nach einem souveränen 3:0-Heimerfolg über den FC Augsburg (vorläufig) auf Tabellenplatz 4. Garant des dritten Heimsiegs in Folge war eine starke Leistung in Hälfte 1, in der Bazoumana Toure (16.), Wouter Burger (26.) und ein Eigentor von Cedric Zesiger (45.) für klare Verhältnisse sorgten. Im zweiten Durchgang nahm die Ilzer-Truppe das Tempo etwas zurück und ging vielmehr in den Verwaltungsmodus. Die bis dahin enttäuschenden Augsburger waren nun etwas aktiver, konnten aber zu keinem Zeitpunkt eine Wende herbeiführen. Nach dem fünften Sieg im sechsten Spiel reisen die Kraichgauer am nächsten Spieltag mit viel Selbstvertrauen zum Top-Spiel nach Dortmund.

Zum Spielverlauf:
Toure besorgt die Führung
Die dominanten Gastgeber hatten gleich zu Beginn durch Fisnik Asllani (11.) und Grischa Prömel (15.) zwei gute Chancen zur Führung, die dann der pfeilschnelle Toure besorgte, nachdem er nach einem Steilpass von Burger auf das Augsburger Tor zusprintete und den Ball vorbei an Torhüter Finn Dahmen zur 1:0-Führung versenkte (16.).

Burger erhöht auf 2:0
Zehn Minuten später erhöhte Burger auf 2:0, nachdem er einen von Dahmen abgewehrten Prömel-Schuss aus kurzer Distanz über die Linie drückte (26.). Die Fuggerstädter kamen erstmals kurz vor der Pause gefährlich in Tornähe, nachdem Dimitrios Giannoulis überhastet einen Heber über das TSG-Tor setzte (41.). Besser machten es vier Minuten später die Gastgeber in Person von Prömel, der nach einer Coufal-Flanke Gegenspieler Cedric Zesiger ans Bein köpfte und der Ball von hier aus unglücklich für den FCA ins Netz trudelte (45.).

„Die TSG hat ein neues Gesicht und steht für Intensität und schönen FußbalL“
TSG-Mittelfelspieler Grischa Prömel
Für Mittelfeldspieler Prömel war es eine besonders starke Leistung seiner Mannschaft im ersten Abschnitt: „In der ersten Hälfte hat jeder hier gemerkt, dass die TSG ein neues Gesicht hat, die TSG für Intensität steht und darüber hinaus für schönen Fußball.“

Schwächere und chancenärmere 2. Hälfte
In den zweiten 45 Minuten gab es wenig Torchancen auf beiden Seiten. Die Beste hatte dabei die Wagner-Truppe, als Samuel Essende mit einem Distanzschuss aus 20 Metern Torhüter Oliver Baumann in dessen 501. Bundesliga-Spiel überwand, der Treffer aber durch den VAR wegen einer Abseitsstellung einkassiert wurde (83.). Nachdem der Nationalkeeper kurz vor dem Ende einen Heber von Alexis Claude-Maurice mit einer Hand über die Latte lenkte (89.) blieb es beim deutlichen und verdienten Sieg der Blau-Weißen. Nach dem überzeugenden Auftritt in Hälfte 1 bemängelte Baumann die etwas nachlässige Leistung in Hälfte 2: „In der zweiten Hälfte haben wir dann zu viele Ballverluste gehabt, da mussten wir sehr viel verteidigen, das hat mir nicht so gut gefallen.“

„Unsere Entwicklung ist sehr gut“
Wouter Burger zur aktuellen Verrfassung seiner Mannschaft
Nach Spielende stellte sich Burger den Journalisten-Fragen in der Mixed-Zone. Dabei zeigte sich der Niederländer sehr zufrieden mit der aktuellen Entwicklung: „Es muss unser Ziel sein, dass wir es in Zukunft nicht nur über eine Hälfte zeigen. Unsere Intensität ist sehr wichtig für das Spiel, das war dann etwas zu wenig. Unsere Entwicklung ist sehr gut. Aktuell bin ich in meiner vielleicht besten Verfassung.“

Besondere Ehrung für Oli Baumann
Vor der Partie wurde der TSG-Kapitän vor heimischem Publikum nachträglich nochmals für sein 500. Bundesliga-Spiel geehrt – und erhielt nicht nur ein besonders Jubiläums-Trikot samt Grafik aus den Händen der beiden TSG-Geschäftsführer Andreas Schicker und Tim Jost, sondern wurde beim Einlaufen zudem von jugendlichen Torhütern der TSG mit speziellen Oliver-Baumann-Shirts begleitet.
Stimmen der Trainer:

„Wir hatten viel Kontrolle und wenig zugelassen“
TSG-Coach Christian Ilzer
Christian Ilzer (TSG Hoffenheim): „Ich habe gesagt, dass ich TSG-Fußball sehen will und wir im besten Fall begeistern. Die erste Hälfte war nah an dem, was wir uns vorgestellt haben. Dafür waren nicht nur die elf Spieler aus der Startelf zuständig, sondern der ganze Kader, der im Training die Basis dafür legt. In der zweiten Hälfte war es ein komplett anderes Spiel. Wir hatten viel Kontrolle und wenig zugelassen. Über weite Strecken haben wir es gut gemacht.“

„Wir haben das Spiel in 30 Minuten hergeschenkt“
FCA-Trainer Sandro Wagner
Sandro Wagner (FC Augsburg): „Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir uns viel vorgenommen haben. Wir wussten, dass Hoffenheim sehr viele gute Spieler hat und wollten eigentlich im letzten Block anders agieren. Unsere Reaktion auf die variable Offensive der TSG war nicht gut. Wir haben das Spiel in 30 Minuten hergeschenkt. Hoffenheim wollte es in der ersten Hälfte viel mehr, das müssen wir uns vorwerfen lassen. Nach der Pause war es besser, aber bringt auch nichts.“


Aufstellungen:
TSG Hoffenheim: Baumann – Coufal, Hranáč, Hajdari, Bernardo (72. Kabak) – Avdullahu, Prömel (72. Prass), Burger – Asllani (59. Kramarić) – Lemperle (85. Damar), Toure (59. Moerstedt)
FC Augsburg: Dahmen – Banks, Matsima, Zesiger (71. Wolf) – Kade (82. Claude-Maurice), Massengo (46. Rexhbecaj), Fellhauer, Giannoulis (71. Tietz), Rieder, Kömür (46. Jakic) – Essende
Tore: 1:0 Toure (16.), 2:0 Burger (26.), 3:0 Zesiger (45., Eigentor)
Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 20.218

Top-Spiel in Dortmund
Am nächsten Wochenende gastiert die TSG Hoffenheim in der letzten Partie des 12. Spieltages am Sonntag um 17:30 Uhr bei Borussia Dortmund.
Fotos: Kraichgaufoto und foto2press











