Kreisligist versucht nach der langen Winterpause wieder in Tritt zu kommen
Nach einer langen Winterpause befinden sich die Amateurvereine derzeit in der Trainingsvorbereitung auf die Rückrunde 2025/26. So auch die Fußballer des Kreisligisten SV Rohrbach/S., die am 01. März im Heimspiel gegen den Namensvetter FC Rohrbach a. G. wieder in den Spielbetrieb starten.
Kraftausdauer durch Performance-Trainingseinheiten
SVR-Trainer Joachim Heger und sein Team haben vor dem eigentlichen Trainingsauftakt im Januar einige Performance-Trainingseinheiten im Gesundheitszentrum Reha-Med in Sinsheim absolviert. Hierbei wurden vor allem im Bereich Kraft und Kraftausdauer für den ganzen Körper unter Anleitung eines ausgebildeten und fachlichen Trainers gearbeitet. SV-Coach Joachim Heger: „Dies war für einige Spieler absolutes Neuland, da sie noch nie etwas in diesem Bereich gemacht haben. Aus meiner Sicht war dies sowohl eine gute Abwechslung als auch eine gute Vorbereitung auf die Trainingseinheiten auf dem Platz. Den meisten Spielern hat es Spaß gemacht, obwohl es natürlich auch sehr anstrengend war.“

Vom Platz auf die Straße
Der Start in die Trainingseinheiten auf dem Sportplatz verlief bei schwierigen Platzverhältnissen zwar recht ordentlich, musste jedoch in der zweiten Trainingswoche aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen und der gesperrten Plätze auf die Straße verlegt werden. Laufeinheiten mit Treppen- und Bergläufen in Rohrbachs Straßen waren jetzt angesagt, was sicherlich nicht jedermanns Geschmack war. Für Heger, wie auch seinem Co-Trainer Adrian Neuberger, ist dies ein deutlicher Wettbewerbsnachteil: „In solchen Phasen sind die Vereine, die über einen Kunstrasenplatz verfügen deutlich im Vorteil, da hier ein Training fast immer möglich ist.“
„Es war noch viel Sand im Getriebe“
Trainer Heger über den ersten Testspielerfolg 2026 in Angelbachtal
Im ersten Testspiel gab es gegen den A-Ligisten TSV Angelbachtal den ersten Sieg im Jahr 2026. Durch den Treffer von Joscha Rupp in Hälfte 2 stand am Ende ein knapper, aber verdienter Erfolg. Für Trainer Heger zeigte der Auftaktsieg, dass noch viel Luft nach oben ist: „Man merkte der Mannschaft die lange Winterpause noch deutlich an und es war noch viel Sand im Getriebe. Das Spiel war geprägt von ungewohnt vielen Fehlpässen und das, obwohl es auf dem Kunstrasen in Michelfeld ausgetragen wurde, was uns im Normalfall entgegenkommt.“
Katastrophale Anfangsphase
Beim zweiten Testspiel beim VfB Wiesloch erwischten die Rohrbacher einen katastrophalen Start und lagen bereits nach 20 Minuten völlig verdient mit 0:3 in Rückstand. Für Heger eine enttäuschende und bittere Erkenntnis: „Einfache Fehler im Spielaufbau und mangelnde Zweikampfführung luden den A-Ligisten praktisch zum Toreschießen ein. Erst in der zweiten Hälfte konnten wir das Spiel offener gestalten und kamen auch selbst zu der ein oder anderen Offensivaktion.“ Gegen Ende der Partie konnten die Kicker von der Rosenbrücke zwar durch die Treffer von Louis Muth und Robert Eisele das Ergebnis noch etwas erträglicher gestalten, mussten dann aber auch froh sein, dass Wiesloch noch einige hochkarätige Chancen ungenutzt ließ und sich die Niederlage ergebnistechnisch im Rahmen bewegt.

Deutliche Leistungssteigerung im dritten Testspiel
Das dritte Testspiel gegen Stetten-Kleingartach wurde auf dem kleinen Kunstrasen in Eppingen ausgetragen. Wieder kam der SVR nur sehr schleppend und nicht mit der nötigen Anspannung in die Partie und geriet mit der ersten gegnerischen Offensivaktion nach zehn Minuten mit 0:1 in Rückstand. Anders als in Wiesloch ließ sich die Mannschaft dadurch jedoch nicht verunsichern und zeigte die entsprechende Reaktion auf den Rückstand. Während des gesamten Spiels ließ man dem Gegner so gut wie keine Chance mehr zu und kam selbst zu einigen Torabschlüssen. Fünf Minuten vor Ende gelang Stürmer Robin Karolus nach einer Flanke von Fabio Schmidt der hochverdiente Ausgleich. Das 1:1-Endergebnis war für SV-Coach Heger aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung das „bislang beste Vorbereitungsspiel“.

Zwei weitere Testspiele
Es folgen noch zwei weitere Testspiele gegen die SpVgg Baiertal (19.02.) und den Bruchsaler Kreisligisten FC Östringen II (21.02.), bevor am 01. März mit dem Heimspiel gegen den FC Badenia Rohrbach a.G. in die zweite Saisonhälfte gestartet wird.
Vorfreude auf den Rückrundenstart
Der 1. Vorsitzende des SVR Kim Feßenbecker freut sich, dass der Spielbetrieb bald wieder startet: „Es war eine lange Winterpause und wir freuen uns alle, wenn am 1. März der Ball endlich wieder im Ligaalltag rollt.“ Der Vereinschef, der zugleich auch Trainer der 2. Mannschaft ist, wünscht sich, dass das Kreisligateam an die positive Hinrunde anknüpfen kann: „Auch wenn die Vorbereitung bisher etwas holprig verlief, so hoffe ich doch, dass die Mannschaft an die guten Leistungen der ersten Saisonhälfte anknüpfen kann und weiter im oberen Tabellenbereich mitmischt.“
„Mein Wunsch wäre Platz 2 und die teilnahme an den Relegationsspielen zur Landesliga“
Rohrbachs 1. Vors. Kim Feßenbecker
Trotz der Ausgeglichenheit und starken Konkurrenz in der Kreisliga Sinsheim erhofft sich der Vereinsvorsitzende, dass „die 1. Mannschaft am Saisonende womöglich noch auf Platz 2 klettern und sich über die Relegationsspiele für die Landesliga empfehlen kann“. Das wäre im Vorfeld des 100-jährigen Vereinsjubiläums im Jahr 1927 sicherlich ein toller Erfolg! Die Chancen hierzu sind auf alle Fälle gegeben, zumal nach den bisher absolvierten 15 Spieltagen der SV Rohrbach/S. auf Tabellenplatz 4, punktgleich mit dem Dritten SV Treschklingen und vier Zähler Rückstand auf die beiden Führenden VfB Epfenbach und FC Zuzenhausen II noch aussichtsreich im Rennen ist.
Fotos: BWA













