Der Traum von der Königsklasse lebt weiter: TSG siegt im Baden-Duell 3:0 über Freiburg

Starke Hoffenheimer mit achtem Heimsieg in Folge

Die TSG Hoffenheim hat Ihre Erfolgsserie im heimischen Wohnzimmer am Technik Museum mit dem achten Sieg in Folge, was gleichzeitig Vereinsrekord ist, gegen den SC Freiburg fortgesetzt. Die Kraichgauer siegten in einem sehr unterhaltsamen badischen Nachbarschaftsduell durch die Treffer von Fisnik Asllani (46.), Ozan Kabak (51.) und Valentin Gendrey (90.+5) hochverdient mit 3:0 und festigten ihren 3. Tabellenplatz nach 22 Spieltagen.

Grischa Prömel beim Torschuss gegen Freiburg

„Heute haben wir sie überrannt“

TSG-Profi Grischa Prömel

Die Erleichterung war Mittelfeldspieler Grischa Prömel anzumerken, dass man endlich wieder mal als Sieger aus dem Baden-Duell hervorging: „Wir haben vor dem Spiel thematisiert, dass wir acht Spiele nicht mehr gegen Freiburg gewonnen hatten. Aber heute haben wir sie überrannt.“

Freiburgs Philipp Treu (li.) im Zweikampf mit Bazoumana Toure

Kramarics Traumtor zählt nicht

Die Gastgeber steckten die 1:5-Auswärtsniederlage vom letzten Spieltag beim FC Bayern in beeindruckender Weise schnell weg und dominierten über die gesamte Spielzeit das Geschehen. Bereits nach fünf Minuten gab es den ersten Torjubel unter den nur 22.679 Zuschauern im Sinsheimer Nieselregen, nachdem Andrej Kramaric mit einer Bogenlampe aus fast 40 Metern über SC-Keeper Noah Atubolu einnetzte. Doch der Jubel hielt nicht lange, denn Schiedsrichter Dr. Florian Exner entschied nach Überprüfung durch den VAR auf hauchdünnes Abseits des TSG-Rekordschützen. Die Blau-Weißen machten danach weiter Druck und erspielten sich eine Reihe guter Tormöglichkeiten.

Packender Luftkampf – wer kommt hier wohl zuerst an den Ball?

Nullnummer trotz zahlreicher Chancen

Doch weder der nach seiner zweiwöchigen Rotsperre wieder in die Startformation zurückgekehrte Mittelfeldstratege Wouter Burger, der auf 16 Metern um Zentimeter das SC-Tor knapp verfehlte (29.), noch durch eine Doppelchance von Ozan Kabak per Kopfball und Robin Hranac, der am Aluminium landete (43.) gelangen die längst fällige Führung. So blieb es trotz 17:5 Torschüssen und 70:30 Prozent Ballbesitz für die TSG beim torlosen Remis zur Halbzeitpause.

Der ehemalige Hoffenheimer Tobias Weis, der mit der TSG in der Saison 2008/09 in die Bundesliga aufstieg

„Solche Ergebnisse sind im Fußball sehr gefährlich“

Hoffenheims ehem. Profi Tobias Weis zur Halbzeitpause

Das Fazit des ehemaligen Hoffenheimer Aufstiegshelden aus dem Jahr 2008 Tobias Weis war deutlich: „Eigentlich hätte die TSG längst in Führung gehen müssen, Chancen gab es genug. Solche Ergebnisse sind im Fußball sehr gefährlich, da Freiburg immer für ein Tor gut ist und dann rennt man bedingungslos einem Rückstand hinterher.“

Fisnik Asllani (Nr. 11) befördert den Ball mit dem Hinterkopf zur 1:0-Führung für die TSG ins Freiburger Tor

Asllani trifft mit Hinterkopf und Rücken zur Führung

Der ehemalige Mittelfeldkämpfer hatte noch nicht richtig Platz genommen, da erklang bereits die Hoffenheimer Torhymne. Nach einer Flanke von rechts durch den sehr starken Vladimir Coufal stiegt Fisnik Asllani am Fünfmeterraum am höchsten und brachte sein Team teils mit dem Hinterkopf, teils mit dem Rücken 1:0 in Führung (46.).

„wir haben uns im zweiten Durchgang belohnt“

Torschütze Fisnik Asllani

Der Torschütze nach dem Spiel: „Bei meinem Tor treffe ich den Ball mit dem Hinterkopf, er geht dann zum Glück über den Innenpfosten rein. Wir hatten in der ersten Hälfte noch ein bisschen Pech, aber dafür haben wir uns dann im zweiten Durchgang belohnt.“

Torschütze Ozan Kabak lässt seiner Freude nach seinem zweiten Saisontreffer freien Lauf

Kabak legt nach

Die Gastgeber setzten nach und erhöhten nur fünf Minuten später durch einen Kopfball von Kabak nach einer Coufal-Ecke auf 2:0 (51.). Die nächste dicke Chance der Gastgeber hatte Asllani, der mit einem 20-Meterschuss am glänzend parierenden Atubolu scheiterte (66.).

Vladimir Coufal bereitete die ersten beiden Hoffenheimer Treffer vor

Wenig Gegenwehr der überforderten Breisgauer

Die Freiburger, denen man deutlich die Belastungen vom Pokal-Viertelfinale bei Hertha BSC am Dienstag anmerkte, konnten dem laufintensiven und druckvollen Spiel der Hoffenheimer wenig dagegensetzen. Bis auf wenig Entlastungsangriffe sahen sich die Breisgauer gegen einen sehr engagiert spielenden Gegner eher am Verteidigen. Bis auf drei vielversprechende Möglichkeiten von Philipp Treu (65.), Maximilian Eggestein (72.) und Anthony Jung (82.) gab es wenig nennenswerte Toraktionen im TSG-Strafraum.

Valentin Gendrey (li.) kam, sah und traf zum 3:0-Endstand. Alexander Prass gratuliert dem Schützen

Gendry kam, sah und traf

In der Nachspielzeitsetzte die TSG noch einen drauf, nachdem der kurz zuvor eingewechselte Valentin Gendrey mit einem Flachschuss aus 17 Metern den 3:0-Endstand markierte (90.+5).  Mit dem sechsten Sieg im siebten Spiel des Jahres 2026 bleiben die Nordbadener weiter auf Champions League-Kurs.

TSG-Coach Christian Ilzer zeigt an, wohin der Hoffenheimer Weg weiter führen soll. Dabei macht er aber auch deutlich: „Es ist gefährlich, zu viel auf die Tabelle zu schauen.“

Aufstellungen:

TSG Hoffenheim:  Baumann – Coufal (90.+4 Gendrey), Hranac, Ozan Kabak, Hajdari – Prömel, Avdullahu, Burger – Toure (73. Prass), Kramaric (86. Bebou), Asllani (73. Moerstedt)
SC Freiburg: Atubolu – Treu (88. Beste), Ginter, Ogbus, Günter – Eggestein, Osterhage – Irie (46. Rosenfelder/57. Jung), Suzuki (57. Matanovic), Scherhant (72. Grifo) – Höler
Tore: 1:0 Asllani (46.), 2:0 Kabak (51.), 3:0 Gendrey (90.+5)
Schiedsrichter: Dr. Exner (Münster)
Zuschauer: 22.679

Wouter Burger setzte nach seiner zweiwöchigen Rotsperre viele positive Akzente im TSG-Mittelfeld

Auswärtsspiel in der Domstadt

Am nächsten Samstag gastiert die TSG Hoffenheim in der Domstadt beim 1. FC Köln. Anstoß beim Aufsteiger ist um 15:30 Uhr.

Fotos: Kraichagufoto und foto2press

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