Deutschem Erfolg fehlte noch die Krönung

Was für eine Wahl, was für ein deutscher Erfolg! Bei der FIFA-Wahl in Zürich zu den besten Spielern (innen), Trainern und Welt-Elf im Jahr 2014 wurden reichlich Vertreter der Bundesliga gekührt. Auch wenn der ganz große Erfolg, der Ballon dÓr, verwehrt blieb, unterm Strich war es ein tolles Ergebnis aus deutscher Sicht..
Am 21. November 2014 war Stimmabgabe für Nationaltrainer, Spielführer der Nationalmannschaften  und ausgewählten Journalisten. 627 Jurymitglieder hatten Stimmrecht!

Und so wurde gewählt:
Der portugiesische Nationalspieler Cristiano Ronaldo wurde als „Weltfußballer 2014“ ausgezeichnet. Für den Superstar von Real Madrid ist es nach 2008 und 2013 die 3. Auszeichnung.
Manuel Neuer (28) vom FC Bayern München landete auf Platz drei, mit hauchdünnem Rückstand von 0,04 Prozent auf den Zweiten, den Argentinier Lionel Messi vom FC Barcelona. Neuer hätte als erster Torhüter die höchste individuelle Auszeichnung des Weltfußballs gewinnen können. 2002 war bereits Oliver Kahn (45) an dem damaligen WM-Torschützenkönig Ronaldo (38) gescheitert.
Dabei hatte Neuer zahlreiche prominente Fürsprecher, wie BundestrainerJoachim Löw (54), der als „Welttrainer 2014“ ausgezeichnet wurde, oder den ehemaligen Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld (66).
Dennoch darf sich der DFB über drei Auszeichnungen freuen. Neben Löw wurden auch Nationalspielerin Nadine Keßler (26) und Ralf Kellermann (46), Trainer der Frauen des VfL Wolfsburg, ausgezeichnet.
Bundestrainer Löw: „Die Auszeichnung ist für mich natürlich eine große Ehre. Sie ist so etwas wie das Sahnehäubchen auf den WM-Pokal. Wer mich kennt, weiß, ich sehe diesen Titel nicht als meinen eigenen an, ich nehme ihn stellvertretend entgegen. Der WM-Pokal war das Ergebnis langer Arbeit. Was wäre ein Trainer ohne eine großartige Mannschaft, die stets mitgezogen hat. Vielen Dank, Ihr seid einfach weltklasse. Es ist ein Riesengeschenk, dass ich mit Euch arbeiten darf.”
„Für mich ist das ein toller Erfolg. Es ist etwas Besonderes, hier gewesen zu sein. Das ehrt mich“, sagte Neuer nach der Veranstaltung, „als Torhüter gegen Offensivspieler anzutreten, ist immer schwer.“ Daher könne er mit dem Ergebnis „gut leben. Ich bin ja ein Mannschaftsspieler und bin Weltmeister geworden. Das ganze Jahr 2014 war einfach unglaublich für mich, wir haben so viele Erfolge feiern dürfen. Es wird für immer in Erinnerung bleiben.“

Die Entscheidungen:

Weltfußballer des Jahres:

1. Cristiano Ronaldo (Real Madrid/Portugal)
2. Lionel Messi (FC Barcelona/Argentinien)
3. Manuel Neuer (FC Bayern München/Deutschland)

Welttrainer des Jahres – Männer:

1. Joachim Löw (Deutschland)
2. Carlo Ancelotti (Real Madrid)
3. Diego Simeone (Atlético Madrid)

Weltfußballerin des Jahres:

1. Nadine Keßler (VfLWolfsburg)
2. Abby Wambach (USA)
3. Marta (Brasilien)

Welttrainer desJahres – Frauen:

1. Ralf Kellermann (VfLWolfsburg)
2. Maren Meinert (DeutschlandU20)
3. Norio Sasaki (Japan)

Puskas-Award – Für das schönste Tor des Jahres:

1.James Rodriguez (Kolumbien)
2.Stephanie Roche (Irland)
3.Robin van Persie (Niederlande)

Die Fifa-Welt-11 des Jahres:

Tor: Manuel Neuer (Deutschland)
Abwehr: PhilippLahm (Deutschland), Sergio Ramos (Spanien), David Luiz (Brasilien),Thiago Silva (Brasilien)
Mittelfeld: ToniKroos (Deutschland), Andrés Iniesta (Spanien), Angel di Maria (Argentinien)
Sturm: CristianoRonaldo (Portugal), Lionel Messi (Argentinien), Arjen Robben (Niederlande)

Foto: BWA

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