Die Idee zum TSG-Fanhaus kam von Holger Stanislawski

Nachdem die TSG 1899 Hoffenheim, zusammen mit den Fanvertretern des Dachverbandes, auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein geplantes Fanhaus in Sinsheim nicht fündig wurde, machte Mäzen Dietmar Hopp den Vorschlag: „Dann lasst uns halt eines selbst bauen!“
Gesagt, getan. Unter der baulichen Leitung des Walldorfer Architekten Thomas Vorfelder wurde dieser Gedanke innerhalb kürzester Zeit in die Tat umgesetzt.
Nach Baubeginn im Juni 2013 wurde das neue TSG-Fanhaus bereits gut ein Jahr später eingeweiht. Sie sieht gut aus, die neue Heimstätte der blau-weißen Anhängerschaft und bietet ab sofort die Möglichkeit, sich vor und nach den Spielen in geselliger Runde zu treffen, zu diskutieren und zu kommunizieren.
Fast genau in der Mitte zwischen Rhein-Neckar-Arena und Badewelt ist die neue Stätte entstanden. Dort, wo in unmittelbarer Nähe die Einsatzwagen der Polizei, die LKWs der TV- und Rundfunkstationen sowie der TSG-Mannschaftsbus während den Heimspielen parken.
Im neuen Treff sollen Verbindungen geknüpft und Projekte angestoßen werden und sie soll als Ort der Begegnung dienen für alle Fans der TSG. Das Fanhaus ist zu den Heimspielen geöffnet. Selbst bei Auswärtsspielen bietet man den „Daheimgebliebenen“ die Möglichkeit, über eine Großleinwand die Begegnungen in den anderen Stadien live zu verfolgen. Außerdem ist geplant, die Gastronomie, die sich über eine Fläche von 102 m² erstreckt,  Mittwochabends für alle TSG-Fans zu öffnen.
Die neue Behausung bietet der Fanszene genügend Raum für die verschiedensten Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Ob Versammlungen des Dachverbandes, Seminare des Fanprojektes Hoffenheim oder Mitgliederversammlungen der Fanclubs, vieles wird ermöglicht.
Die dort untergebrachte Interessengemeinschaft besteht aus Stadionmoderator Mike Diehl, TSG-Vize-Präsident und Öffentlichkeitsmitarbeiter Kristian Baumgärtner, Fanbeauftragter Michael Pisot und Sabrina Lessle, die den Gastronomie-Bereich leitet. Die vier engagierten Bewohner sorgen dafür, dass Leben in die Bude kommt. Ihre Büros befinden sich im Untergeschoss. Hier wird das gesamte Fanwesen, in Zusammenarbeit mit dem Verein und der Vorstandschaft des Dachverbandes Supporters Hoffenheim, koordiniert und besprochen. Somit bietet sich den Fans  die Möglichkeit, ihre Ansprechpartner an  Werktagen ab 9:00 Uhr hier anzutreffen.
Für den seit einem halben Jahr als Fanbeauftragten von der TSG engagierten Michael Pisot ist der neue Job eine Herzenssache, die mit der Fertigstellung des Fanhauses abgerundet wurde: „Unser Ziel ist es, eine persönliche Ebene zu schaffen, um das Miteinander zu erleichtern.“ Besonders stolz ist der in Sinsheim lebende Familienvater auf sein neues, modern eingerichtetes 65 m² großes Büro. Hinter seinem Rücken überragt ein überdimensionales Foto der blau-weißen Fankurve die Räumlichkeit. Pisot: „Es war schon immer mein Wunsch, „mit den besten Fans im Rücken“ zu arbeiten.“
Neben den beiden Büroräumen befinden sich im Kellergeschoss sanitäre Räumlichkeiten sowie ein großer Aufenthaltsraum für Mitarbeiter der verschiedenen Fernsehsender und Fotografen. Dieser soll vor allem dazu dienen, sich an kalten Tagen aufzuwärmen und nach getaner Arbeit eine Tasse Kaffee zu trinken. Von den parkenden, mobilen TV-Stationen kann man über eine kleine Treppe direkt hierher gelangen.
Der Ursprungsgedanke zu diesem Fanhaus stammt von Ex-Trainer Holger Stanislawski. Fanbeauftragter Pisot kann sich noch gut daran erinnern: „Stani hat während seiner Zeit als TSG-Trainer die Fanszene öfter auf die Notwendigkeit einer solchen Begegnungsstätte hingewiesen. Er verwies dabei auf seinen Kult-Club FC St. Pauli als Vorbild, wo dies schon lange praktiziert wird. Ich bin sicher, Stani wäre vom ca. 600.000€ teuren Neubau in Sinsheim begeistert.“

Fotos: BWA

Fanbeauftragter Michael Pisot an seinem neuen Arbeitsplatz im TSG-Fanhaus

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