Beeindruckender 5:1-Erfolg der TSG über völlig überforderte Gladbacher
Die TSG Hoffenheim ist mit einem eindrucksvollen 5:1-Auftaktsieg gegen Borussia Mönchengladbach ins neue Jahr 2026 gestartet. Gefeierter Held beim fünften Heimsieg in Folge vor 20.750 Zuschauern war dabei Stürmer Andrej Kramaric, der in einer begeisterten ersten Hälfte drei Tore (22., 45.+1, 45.+4) erzielte. Somit ist Kramaric, der zum sechsten Mal in einer Partie mindestens dreifach traf, nun auch kroatischer Rekordspieler der Bundesliga-Geschichte. Die weiteren Treffer markierten Tim Lemperle (24.) und Max Moerstedt (77.). Der Ehrentreffer für die völlig unterlegenen Gäste vom Niederrhein gelang Shuto Machino (70.).

Auf und außerhalb des Platzes tonangebend
Matchwinner Kramaric wurde von den Hoffe-Fans lautstark gefeiert und nach Abpfiff an den Zaun der Südkurve beordert, wo er mit dem Megafon weiter für Stimmung sorgte. Freudestrahlend präsentierte sich der Kroate anschließend zu später Stunde mit dem Spielball unterm Arm den Journalisten in der Mixed-Zone.
„Wir haben von Anfang an gezeigt, was es heißt TSG-Fußball zu zeigen“
Andrej Kramaric
Vielen Fragen bedurfte es hierbei nicht, denn die spielende TSG-Legende legte, wie schon zuvor auf dem Spielfeld, eindrucksvoll los: „Es ist etwas sehr Besonderes, wenn du in der Bundesliga einen Hattrick erzielst. Es war eine Top-Leistung, wir haben von Anfang an gezeigt, was es in dieser Saison heißt, TSG-Fußball zu zeigen. Wir haben viel Potenzial in der Mannschaft und wir zeigen in jedem Training, dass wir eine tolle Gruppe sind.“

Zum Spielverlauf:
TSG von Beginn an tonangebend
Die Kraichgauer waren von Anpfiff an „Herr im eigenen Haus“. Bereits nach vier Minuten hatte Ozan Kabak die erste dicke Torchance, als er nach einer Ecke per Kopfball an der Gladbacher Latte scheiterte. Nachdem Kramaric wenig später aus spitzem Winkel im glänzend parierenden Torhüter Moritz Nicolas seinen Meister fand (7.) war es nur noch eine Frage der Zeit, wann die Gastgeber aufgrund ihres großen Aufwandes in Führung gehen.

Doppelschlag von Kramaric und Lemperle
In der 22. Minute war es dann endlich soweit: Nach einem Foul von Philipp Sander an Wouter Burger entschied Schiedsrichter Christian Dingert nach VAR-Intervention und Überprüfung am Bildschirm auf Strafstoß, den Kramaric wie gewohnt eiskalt zur 1:0-Führung verwandelte (22.). Nur zwei Minuten später erhöhte Lemperle auf Vorarbeit von Fisnik Asllani mit einem Schuss aus 15 Metern ins lange Eck auf 2:0 (24.).

Von Gladbach kam (fast) gar nichts
Von den völlig überforderten Gästen kam nach vorne überhaupt nichts. VfL-Torjäger Haris Tabakovic, die Hoffenheimer Leihgabe, war bei Kabak völlig abgemeldet. In der Nachspielzeit von Hälfte 1 machte die TSG in Person von Kramaric schließlich alles klar.

Doppelpack in der Nachspielzeit
Der Hoffenheimer Rekordtorschütze erhöhte zunächst nach Zuspiel von Asllani mit einem Lupfer über Torhüter Nicolas auf 3:0 (45.+1) und drei Minuten später schraubte der 34-Jährige in seinem 302. Bundesligaspiel mit einem gefühlvollen Heber von der rechten Seite ins lange Eck das Ergebnis auf 4:0 (45.+4).
„Heute hat es an einem perfekten Tag einfach gepasst“
Kramaric über seinen Traumtor zum 4:0
Kramaric: „Ich habe schon im Training ein paar Mal so ähnlich getroffen, möchte aber deutlich machen, dass man das nicht üben kann. Heute hat es an einem perfekten Tag einfach gepasst.“

Temporeduzierung in Hälfte 2
Damit war die Messe für die Fohlen gelesen. Auch wenn die Blau-Weißen im zweiten Abschnitt das Tempo etwas herausnahmen, kontrollierten sie weiter das Geschehen und hatten ihre Tormöglichkeiten. In der 51. Minute scheiterte Alexander Prass nach Zuspiel von Vladimir Coufal aus kurzer Distanz am Gäste-Keeper.

Machino verkürzt – Moerstedt erzielt Premierentreffer
Nachdem der eingewechselte Machino eine der wenigen Gladbacher Angriffe in der 70. Minute zum 1:4-Anschlusstreffer abschloss, stellte wenig später Moerstedt mit seinem ersten Bundesligatreffer per Kopf auf Flanke von Valentin Gendrey den 4-Tore-Abstand wieder her (77.). Sowohl Gendrey als auch Moerstedt waren nur eine Minute zuvor eingewechselt worden.

Ein Tor mit Ansage
Für den 19-jährigen ehemaligen U17-Weltmeister war es ein Tor mit Ansage. Nach dem Abpfiff verriet er in der Mixed-Zone: „Ich hatte Vale (Gendrey; d. Red.) vor der Einwechslung an der Seitenlinie tatsächlich gesagt: ‚Bring die Flanke, ich mach ihn rein‘. Irre, dass es dann so gekommen ist“.

Spitzenspiel gegen Leverkusen
Schließlich blieb es beim deutlichen und auch in dieser Höhe verdienten Erfolg für die Ilzer-Truppe, die in der Tabelle nun mit 30 Punkten auf Platz 5 kletterte. Bereits am Samstag (15:30 Uhr) bestreitet die TSG gegen Tabellennachbarn Bayer 04 Leverkusen ihr nächstes Heimspiel.
„Das Duell ist ein Art Champions-League-Spiel“
Kramaric über das bevorstehende Spiel gegen Leverkusen
Trotz aller Begeisterung blickt Kramaric respektvoll auf die nächste schwere Aufgabe: „Unser klares Ziel ist die Champions-League. Diese Mannschaft verdient es, sie besitzt sehr viel Talent und Potenzial, ist fast vergleichbar mit der Truppe unter Trainer Julian Nagelsmann, die bereits Champions-League spielte. Wir dürfen aber nicht nur davon reden sondern müssen es auch zeigen, so auch in drei Tagen gegen Leverkusen. Das wird ein komplett anderes Spiel werden, denn ich erwarte einen Gegner, der uns sehr respektiert und auch die Niederlage gegen Stuttgart wieder wettmachen möchte. Das Duell am Samstag ist ein Art Champions-League-Spiel, das wir unbedingt gewinnen sollten, wenn wir unser Ziel erreichen möchten.“

Stimmen der Trainer:
„Wir wollten die Menschen schnell wieder erinnern, für was wir stehen“
TSG-Cheftrainer Christian Ilzer
Christian Ilzer (TSG Hoffenheim): „Es war ein Auftakt nach Maß für uns. Wir haben uns in der Kabine gesagt, dass der Fußball ein sehr kurzes Gedächtnis hat und wir die Menschen schnell wieder erinnern wollten, für was wir stehen. Das hat die Mannschaft sehr überzeugend auf den Platz gebracht. In der ersten Hälfte war es ein Top-Auftritt. Wir genießen den Erfolg heute, aber morgen sollten wir schon wieder mit enormem Hunger auf Leverkusen aufwachen.“

„Die TSG macht es in dieser Saison sehr gut. Sie haben sehr wenige Schwächen.“
Borussen-Coach Eugen Polanski
Eugen Polanski (Borussia Mönchengladbach): „Es war auch in der Höhe ein verdienter Sieg für die TSG. Meine Aufgabe war, eine Mannschaft vorzubereiten, die 100 Prozent auf den Platz bringt. Wenn es dann nicht reicht, wäre ich vielleicht trotzdem zufrieden gewesen. Aber die Leistung heute war nicht zufriedenstellend. Die TSG macht es in dieser Saison sehr gut. Sie haben sehr wenige Schwächen.“

Aufstellungen:
TSG Hoffenheim: Baumann – Coufal, Hranac, Ozan Kabak, Bernardo (76. Gendrey) – Burger (63. Prömel), Avdullahu – Prass (63. Toure), Kramaric – Asllani (83. Damar), Lemperle (76. Moerstedt)
Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks – Scally, Engelhardt (46. Takai), Ullrich (89. Netz) – Reitz, Castrop (68. Stöger) – Honorat (56. Machino), Tabakovic (68. Mohya)
Tore: 1:0 Kramaric (22., Foulelfmeter), 2:0 Lemperle (24.), 3:0 Kramaric (45.+1), 4:0 Kramaric (45.+4), 4:1 Machino (71.), 5:1 Moerstedt (77.)
Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 20.750
Fotos: Kraichgaufoto und foto2press













