Interessante Auftaktpartie: Hamburger SV gegen FC Bayern München

Rückrunden-Start mit einem Klassiker

Es geht wieder los! Am heutigen Freitagabend um 20:30 Uhr beginnt die Bundesliga-Rückrunde 2015/16 mit der Auftaktpartie Hamburger SV gegen den FC Bayern München. Endlich, wie auch Bayern-Coach Pep Guardiola bei der Pressekonferenz feststellte. „Ich bin sehr zufrieden, das erste offizielle Spiel zu spielen. So lange Zeit ohne Fußball ist langweilig“, sagte der FCB-Chefcoach einen Tag vor dem Rückrundenauftakt beim Hamburger SV. Im ausverkauften Volksparkstadion wollen die Bayern dort weitermachen, wo sie 33 Tage zuvor aufgehört haben. „Wir wollen die drei Punkte mitnehmen“, betonte Holger Badstuber.
Nach 18 Tagen Vorbereitung, darunter eine Woche Trainingslager in Katar, sei sein Team „bereit für unsere Rückrunde“, meinte Guardiola. „Ich bin sehr zufrieden, wie die Spieler trainiert haben.“ Aufgrund der vielen Verletzten vor der Winterpause habe man ganz bewusst nur ein Testspiel bestritten und den Fokus aufs Training gelegt, erklärte der FCB-Coach. „Wir wollten unser Konzept, unsere Idee trainieren.“

David Alaba, Douglas Costa und Arjen Robben sind zum Rückrundenstart wieder einsatzfähig. Nicht ganz hat die Zeit hingegen gereicht für Juan Bernat, Rafinha, Mario Götze, Franck Ribéry, Medhi Benatia und Sven Ulreich. Aber auch die Rückkehr dieses Sextetts sei absehbar, freute sich Guardiola, der auf eine Wiederholung der letzten beiden Jahren hofft, mit einer Einschränkung: „Ich würde sofort unterschreiben, wenn wir die gleiche Rückrunde wie in den letzten zwei Jahren spielen würden. Nur im Champions-League-Halbfinale hätte ich gern den Kader fit.“

HSV ’sehr aggressiv‘

Zunächst einmal gilt die volle Konzentration aber der Bundesliga. Nach der zweitbesten Hinrunde der Liga-Geschichte führt der FCB die Tabelle mit acht Punkten Vorsprung vor Dortmund an. Doch die Meisterschaft sei noch lange nicht entschieden, betonte Guardiola und machte eine Rechnung auf: Wenn man die ersten neun Ligaspiele der Rückrunde – bis zum Achtelfinal-Rückspiel der Champions League – erfolgreich gestalte, darunter Partien in Leverkusen, Wolfsburg und Dortmund -, „wäre das ein großer Schritt Richtung Titelverteidigung.“

Zum Auftakt geht es nach Hamburg. 5:0 gewannen die Bayern das Hinspiel gegen den Tabellenzehnten. Doch mit dem HSV von damals habe das Team von Trainer Bruno Labbadia heute nichts mehr zu tun. „Es ist komplett eine andere Mannschaft“, meinte Guardiola, „sie spielen sehr aggressiv nach vorne.“

„Das wird nicht einfach“, glaubt auch Badstuber, „wir müssen als Team auftreten, dann werden wir gute Chancen haben.“ Zum Start könne man noch nicht in Topform sein. Aber das sei nur eine Frage der Zeit. „Das kommt durch die Spiele. Durch die Spiele lernst du am meisten“, ist Badstuber überzeugt und gab als Start-Motto aus: „Vollgas geben!“

„Wir müssen einfach einen Sahnetag erwischen“

Bruno Labbadia wies in der Pressekonferenz auf die Stärken des FC Bayern hin, gegen die nur im mannschaftlichen Verbund eine Möglichkeit bestehe. Mit Pierre-Michel Lasogga und Johan Djorou hofft der Cheftrainer noch auf den Einsatz zwei seiner Leistungsträger. An erster Stelle stehe, so Labbadia, was den HSV in der Hinrunde ausgezeichnet habe. „Es geht nur über die Mannschaft. Wir müssen top organisiert sein, eine sehr gute Ordnung und Aggressivität zeigen und eine hohe Laufbereitschaft gegen den Ball haben“, erklärte der Trainer in der Pressekonferenz und fasste zusammen: „Alles in allem müssen wir einfach einen Sahnetag erwischen“.

Um diesen herausragenden Tag am Freitagabend abrufen zu können, sei der Fokus in allen Trainingseinheiten in dieser Woche auf das Bayern-Spiel ausgerichtet. Den Mittwoch nutzte der Chefcoach zudem dazu, im Inneren des Volksparkstadions zu trainieren. „Da sind wir ein wenig für uns und können noch das eine oder andere einstudieren“, erklärte Labbadia.

Die Quote spricht deutlich für die Bayern

 „Ich habe gesagt, dass wir vor einer großen Herausforderung stehen, die es zu meistern gilt. Wir wollen in den ersten fünf, sechs Spielen einen ordentlichen Start hinlegen. Zu diesen Spielen zählt auch die Partie gegen Bayern.“ Die Schwere der Aufgabe sehe man an der Wettquote, die nicht von ungefähr komme. Einen Einfluss könnten allerdings noch die Fans haben. „Sie sind unser Faustpfand. Das hat man nicht nur die letzten Monate gesehen. Die Unterstützung fordern wir aber nicht ein, sondern wollen etwas dafür tun. Der Funke muss von der Mannschaft überspringen“. Damit dies gelingt, wird noch zwei Tage konzentriert gearbeitet. 

Foto: Kraichgaufoto

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