Nagelsmann möchte im oberen Tabellenbereich überwintern

Kann sich die TSG für das Pokal-Aus revanchieren?

Am 13. Bundesliga-Spieltag empfängt die TSG Hoffenheim am Samstag, 15.30 Uhr, den Tabellennachbarn 1. FC Köln in der Sinsheimer  WIRSOL Rhein-Neckar-Arena. Es ist bereits, nach dem DFB-Pokalspiel am 26. Oktober, das die Kraichgauer nach 120 spannenden und packenden Minuten unglücklich mit 1:2 n.V. verloren, das zweite Duell mit den Rheinländern in dieser Saison. Bei der heutigen Pressekonferenz äußerte sich TSG-Trainer Julian Nagelsmann zum Team von Trainer Peter Stöger: „Köln hat eine interessante Entwicklungsreise gemacht. Das ist das Ergebnis einer guten Kaderplanung, eines guten Trainers und einer starken Defensive, die bislang erst acht Gegentreffer hinnehmen musste.  Dazu haben sie einen Stürmer, der gerade alles trifft. Es reicht ihm auch, wenn er angeköpft wird. Darüber hinaus haben sie auch das nötige Spielglück. Es läuft recht flüssig den Rhein hinunter.“

Nagelsmann sieht verschiedene Lösungen, die er auf den Platz bringen möchte

Besondere Revanchegelüste hat der TSG-Coach wegen des Pokal-Aus keine, ehe dann schon hinsichtlich des Unparteiischen, der vor etwas über fünf Wochen recht unterschiedliche Torentscheidungen fällte, die letztendlich die Nordbadener auf die Verliererstraße brachten. Der TSG-Coach: „Das Ausscheiden war sehr bitter für uns und natürlich wollen wir uns dafür in der Liga revanchieren. Selbst vom Gegner gab es damals lobende Worte, die uns am Ende aber nichts halfen.“
Nagelsmann auf die Frage, ob er gegen den gleichen Gegner eine ähnliche Spielweise anstreben werde: „Es gibt Dinge, die uns im Pokalspiel gefallen haben und Dinge, die weniger gut waren. Aber es ist selten, dass wir taktisch zwei Mal mit demselben Plan in ein Spiel gehen. Wir haben verschiedene Lösungen parat und wollen diese auf den Platz bringen.“

TSG kann auf seine beiden Ex-Kölner wieder zurückgreifen

Personell muss die TSG am Samstag auf Kerem Demirbay verzichten, der noch gesundheitliche Probleme hat. Bei Kevin Vogt sieht es hingegen besser aus. Es ist davon auszugehen, dass er gegen seinen ehemaligen Verein wieder als Abwehrchef aufläuft. Nagelsmann, der nach dem heutigen Training endgültig entscheiden wird, ob Vogt am Samstag in der Startformation steht: „Kevin ist für uns ein sehr bedeutender Spieler, der sich auf seiner neuen Position sehr gut entwickelt hat und auch über eine gute Spielöffnung verfügt.“ Auch der ehemalige Kölner Mark Uth ist wieder einsatzbereit. Bis auf Pirmin Schwegler, der seit einer Woche wieder mit der Mannschaft trainiert, stehen alle Spieler zur Verfügung.

Die Vorfreude auf die Duelle gegen besonders reizvolle Gegner

Einen Ausblick auf die anschließenden drei Hinrunden-Partien gegen starke Gegner, wie Frankfurt, Dortmund und Bremen, in denen es um das Überwintern auf einem internationalen Platz geht, wollte der TSG-Cheftrainer noch nicht richten: „Wir haben tolle Spiele gegen Gegner vor uns, die in einer ähnlichen Region der Tabelle unterwegs sind wie wir. Das ist reizvoll und darauf freuen wir uns. Und wir werden alles dafür tun, dass wir im Winter in der Tabelle immer noch dort oben stehen, wo wir aktuell zu finden sind. Doch momentan zählt für mich nur der Jetzt-Zustand und nicht, ob es womöglich für das internationale Geschäft reichen wird.“
Dass es sich in den letzten drei Partien um klassische Flutlichtspiele am späten Abend handelt sieht Nagelsmann aus zwei Gesichtspunkten: „Als Spieler habe ich früher nicht so gerne unter Flutlicht gespielt, als Trainer später dann schon eher. Abendspiele haben einen besonderen Tick, wenngleich ich deshalb nicht unbedingt immer Freitagabend spielen möchte.“

Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturz

Für Samstag sind bislang 28.000 Tickets verkauft, der Gästeblock ist mit 3.000 Domstädter ausverkauft.
Im Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes in Kolumbien wird es vor der Partie eine Schweigeminute geben und alle Teams der Bundesliga und 2. Liga werden mit einem Trauerflor auflaufen. Unter den Opfern ist auch Matheus Biteco (21) vom AF Chapecoense. Der Mittelfeldspieler absolvierte von Anfang bis Mitte 2016 nach einer Adduktorenverletzung ein Reha- und Aufbautraining in Zuzenhausen und trainierte in dieser Zeit auch bei der U23 mit.

Foto: Kraichgaufoto

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