Sandhausen zählt zu den positiven Erscheinungen der Hinrunde

Schork und Kocak machen einen tollen Job

Mit 24 Punkten auf Platz 9 liegend hat der SV Sandhausen die Hinrunde der Zweitliga-Saison 2016/17 um einiges besser als erwartet beendet. Das Resümee von Geschäftsführer und Sportlicher Leiter Otmar Schork fällt durchweg positiv aus: „Es ist schön, wie sich die Mannschaft unter Trainer Kenan Kocak entwickelt hat. Wir sind trotz eines holprigen Starts in die Spur gekommen und mit der Punktezahl zufrieden. Unsere Spielanlage hat sich zudem deutlich  verbessert. Die Handschrift des Trainers ist deutlich erkennbar.“

Spielerische Weiterentwicklung unter Trainer Kocak

Nach einer Saisonvorbereitung unter erschwerten Bedingungen sagte SVS-Coach Kocak gegenüber bwa-sport.de im Sommer: „Die Jungs haben Entwicklungen aufgenommen und wir kommen mit jedem Tag unseren Ideen näher. Insofern bin ich da schon zufrieden. Dazu zählt auch das Kurzpassspiel. Man muss noch gewisse Blockaden in den Spielerköpfen lösen, dass nicht nur lang und auf zweite Bälle gespielt wird. Aber man muss eine Balance zwischen den verschiedenen Varianten finden, daran arbeiten wir täglich.“

Die SVS-Profis feiern mit ihren Fans

Positives Fazit im Jubiläumsjahr

Die intensive Arbeit hat sich gelohnt, denn der SVS hat viele in den bisherigen 17 Partien überrascht. Sechs Siege, sechs Unentschieden und fünf Niederlagen, dazu noch die Qualifikation für das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC Schalke 04 - am Hardtwald kann man ein positives Fazit am Ende des hundertjährigen Jubiläumsjahres ziehen. Sportlich konnten die Schwarz-Weißen vor allem auch Auswärts überzeugen. Mit couragierten und kämpferischen Auftritten wurden so sieben Punkte aus Stadien in Karlsruhe, Nürnberg und Hannover entführt.

Kenan Kocak (li.) und Otmar Schork im fachlichen Gespräch

Gute Einkaufspolitik

Im Bereich Personalplanungen haben Otmar Schork und sein Team vieles richtig gemacht und erneut ein gutes Näschen bewiesen. Alle zehn Neuzugänge erwiesen sich als sinnvolle Verstärkungen, Abwehrspieler Daniel Gordon und Stürmer Lucas Höler wurden zu Stammspielern. Beide konnten die Abgänge der ehemaligen Leistungsträger Florian Hübner (nur ein Kurzeinsatz in Hannover) und Aziz Bouhaddouz (mit St. Pauli auf dem letzten Tabellenplatz) kompensieren.
Höler ist mit vier Treffern, hinter dem durch das Kocak-System mit zwei Stürmern wiedererstarkten Andrew Wooten (acht Treffer), zweitbester Torschütze des SVS. Denis Linsmayer hat alle 17 Hinrunden-Partien bestritten, dahinter folgen mit 16 Einsätzen Daniel Gordon, Thomas Pledl, Höler und Wooten.
Im bevorstehenden Trainingslager im Januar im spanischen Alicante wird sich das Team noch intensiver zu einer Einheit verschmelzen. Zudem können Spieler wie die Polen Jakub Kosecki oder Daniel Lukasik, die erst nach Saisonbeginn verpflichtet wurden, eine vollständige Vorbereitung absolvieren.

Konkurrenzkampf wird sich positiv auswirken

Der Konkurrenzkampf wird größer werden, was sich positiv auf die Leistungen auswirken dürfte. So wollen die Langzeitverletzten Manuel Stiefler und Erik Zenga in der Vorbereitung wieder voll angreifen.
Bereits am 27. Januar gastiert der SVS beim Rückrundenauftakt bei Fortuna Düsseldorf, danach empfängt man  Erzgebirge Aue und am 8. Februar im Pokal die Königsblauen aus dem Revier.

Spannende Personalplanungen 2017

Das Jahr 2017 wird spannend werden. Schork stehen schwierige Personalverhandlungen bevor. Begehrlichkeiten der Konkurrenz werden es nicht leicht machen, Leistungsträger wie Linsmayer, Wooten oder Kister dazu zu bewegen, ihre auslaufenden Verträge zu verlängern. Hinsichtlich Neuzugänge zur Winterpause hält sich Schork vornehm zurück: „Derzeit haben wir keinen Handlungsbedarf den Kader weiter aufzustocken, zumal wir zum Glück von Langzeitverletzungen verschont wurden. Doch völlig ausschließen möchte ich nicht, wenn der Spielermarkt etwas Interessantes hergibt, dass wir im Vorgriff auf die nächste Saison noch tätig werden.“


Fotos: Kraichgausport und BWA

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