Wie Dietmar Hopp das Leben eines jungen Hoffe-Fans beeinflusste

Ein interessanter Bericht über einen fußballbegeisterten Jungen, dessen bisheriges Leben durch das Wirken von Dietmar Hopp eine ganz besondere Entwicklung nahm. Sein Name ist Dominik, er wohnt in Sinsheim-Dühren und spielt seit Jahren in der erfolgreichen Jugend des SV Rohrbach/S. Lesen Sie hier eine außergewöhnliche Geschichte über einen großen Hoffe-Fan:

Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass nur sieben Auto-Minuten von dieser ländlichen Umgebung entfernt Bundesliga-Fußball gespielt wird. Im Sinsheimer Stadtteil Dühren geht es nämlich verträumt-idyllisch zu. Der 14-jährige Dominik ist direkt neben dem TSV-Sportplatz aufgewachsen und hat das Glück, regelmäßig mit der großen Fußball-Welt in Kontakt zu kommen. „Fußball ist meine große Leidenschaft“, sagt Dominik, der auf seinem Weg immer wieder einem Namen begegnet: Dietmar Hopp.

Schon 2008 war er als kleiner Knirps mit seinem Vater Reiner dabei, als in der Messehalle Sinsheim der Aufstieg der TSG 1899 Hoffenheim in die höchste deutsche Spielklasse gefeiert wurde, und selbstverständlich sind die beiden seitdem Inhaber einer Dauerkarte. Eigentlich sei er Firmino-Fan, gesteht Dominik. Aber das habe sich nun mit dem Weggang des brasilianischen Ballzauberers erledigt. Ab sofort ist der Schweizer Neuzugang Fabian Schär sein Favorit, weil „er ein echter Kämpfertyp“ ist. Seinen Landsmann Pirmin Schwegler findet er auch gut. „Der kann gut die Bälle verteilen.“

Über dem Esstisch hängen gerahmte Autogrammkarten von Hoffenheimer Profis an der Wand, im Ausstellungsraum der familieneigenen Schreinerei grüßt eine beleuchtete Glasplatte mit TSG-Logo die Kunden. Keine Frage: Papa und Sohnemann leben Fußball, leben die TSG. Der Junior trägt das aktuelle Trikot mit seinem eigenen Nachnamen, Schock, auf dem Rücken, der Vater setzt auf ein älteres Modell und den Schriftzug „Volland“. Kürzlich hat er bei einem Treffen des Rohrbacher 1899-Fanclubs „Fußballfreunde Blau Weiß“, bei dem auch Dietmar Hopp anwesend war, eine Rede gehalten, die am Beispiel seines Sohnes aufzeigen sollte, inwieweit sich „das Wirken dieser Persönlichkeit direkt auf das Leben der Menschen in der Region auswirkt.“

Klar, da wäre natürlich der Fußball. Die zahlreichen Camps, an denen Dominik teilgenommen hat, und die vielen Mannschaften, wie der FC Bayern oder Bayer Leverkusen, die vor Duellen bei der TSG auf dem Dührener Sportplatz trainiert und dem jungen Zaungast Wimpel geschenkt haben. Die große Eröffnung der Rhein-Neckar-Arena und die zahlreichen Besuche im Stadion nicht zu vergessen. Überhaupt ist die Arena so etwas wie das zweite Kinderzimmer für Dominik. Neben den Spielen seiner TSG hat er hier auch die Begegnungen der Frauen-WM 2011 verfolgt und durfte schon fünf Mal als Einlaufkind den Rasen betreten.

Aber es gibt noch einen anderen Aspekt. Vor sieben Jahren stürzte Dominik beim Herumtoben mit seinen Freunden von seinem Baumhaus und landete kopfüber auf dem Pflasterstein. „Ich war beruflich unterwegs und gar nicht zu Hause“, erinnert sich Reiner Schock an den schrecklichen Moment. Glücklicherweise war die ältere Schwester Vanessa schnell zur Stelle, Minuten später landete der Rettungshubschrauber auf dem TSV-Sportplatz und flog den Jungen in die Klinik nach Heidelberg, wo ihm eine Schädelbasisfraktur diagnostiziert wurde.

„Ich kann mich an nichts erinnern. Nur dass ich mit Kopfschmerzen im Krankenhaus aufgewacht bin und schnell nach Hause wollte“, sagt Dominik, der zwar zwei Wochen warten musste, ehe ihm sein Wunsch erfüllt wurde, aber glücklicherweise keine Spätfolgen davongetragen hat. „Was das mit Dietmar Hopp zu tun hat?“, fragt Reiner Schock während seiner Rede und liefert gleich die Antwort: „Mir ist wichtig zu sagen, dass viele Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten ohne die Dietmar Hopp Stiftung nicht möglich wären.“

Vor der Schreinerei weht eine große Hoffenheim-Fahne und so drehen sich viele Gespräche mit der Kundschaft um die TSG und ihren Gönner. „Ich könnte von mindestens drei Kunden sprechen“, so Schock, „die mir direkt ins Gesicht gesagt haben, dass sie ohne Dietmar Hopp und seine Stiftung wahrscheinlich heute nicht mehr Leben würden.“

Als Roberto Firmino vor einigen Jahren seine Wohnung in Sinsheim bezog, bekam Reiner Schock den Auftrag, die Wohnung des Brasilianers zu möblieren. Er gaukelte seinem Sohn vor, dass er ihm „heute mal unter die Arme greifen“ müsse, zähneknirschend fuhr der junge Fußball-Fan mit – und staunte nicht schlecht, als sein Idol die Tür öffnete. „Leider sprach er damals kaum Deutsch“, erinnert sich Dominik, der aber immerhin um ein unvergessliches Erlebnis und ein Autogramm reicher nach Hause zurückkehrte. Selbstverständlich nicht ohne seinem Vater tatkräftig bei der Arbeit geholfen zu haben.

Es gäbe noch viele weitere Brücken, die sich von Dominiks Alltag zu Dietmar Hopp schlagen ließen. Zum Beispiel profitierte der SV Rohrbach/Sinsheim – der Klub, für den der 14-Jährige selbst die Stiefel schnürt – von der Aktion „Mobil zum Spiel“ der Dietmar Hopp Stiftung, die 52 Vereine mit einem Neunsitzer-Teambus ausstattete. Dieser Bus fährt Dominik und seine Kameraden Woche für Woche zu Sportplätzen, die teilweise auch mit Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung gebaut wurden. Anstatt sich auf Hartplätzen die Knie blutig zu grätschen, eifern die Jungs ihren Vorbildern auf Kunstrasen nach. Und weil die Kapazität der Rohrbacher Sporthalle sehr klein ist, durften die C- und B-Junioren des SVR auch schon in die moderne, 2014 fertiggestellte Sporthalle in Hoffenheim ausweichen, die ebenfalls mit Mitteln der Dietmar Hopp Stiftung finanziert wurde.

Im Fördertraining der achtzehn99 Fußballschule hat Dominik zwei Jahre die hochqualifizierten Einheiten der TSG-Ausbilder genossen und stolz die Hoffenheimer Trainingskleidung getragen. Die Fähigkeiten, die er sich hier angeeignet hat, stellte er kürzlich im Rahmen eines Netzwerktreffens der „achtzehn99 Freunde“ im Footbonauten unter Beweis. „Leider macht das Gerät süchtig“, schwärmt der Schüler vom High-Tech-Käfig auf dem Trainingsgelände in Zuzenhausen.

„All das hätte Dominik ohne Dietmar Hopp bzw. ohne seine Stiftung nicht erleben dürfen.“ Mit diesen Worten endete Reiner Schocks Rede auf dem Fanclubtreffen. „Das zeigt, wie sich das Leben eines Jungen oder Mädchens positiv beeinflussen lässt. Dafür danke ich Herrn Dietmar Hopp persönlich.“

Auf dem angrenzenden TSV-Platz zeigt Dominik noch ein paar Kabinettstückchen mit dem Ball. Eines Tages wird er in den Familienbetrieb einsteigen, hofft sein Vater, der natürlich weiß, dass sein Sohn lieber Fußball-Profi werden würde. Als der ehemalige TSG-Torhüter Tom Starke vor drei Jahren sein letztes Spiel für Hoffenheim absolvierte, hielten Dominik und seine Schwester in der Arena ein Plakat hoch, auf dem stand: „Du bist und bleibst für uns die Nummer 1!“ Ein Statement, das Vater Reiner – bezogen auf Dietmar Hopp – sofort unterschreibt.

Fotos: „Anpfiff ins Leben“

... mit perfekter Ballbehandlung ..., ... auch mit dem Fuß, und Stolzer Vater Reiner mit seinem Fußballtalent

Artikel teilen

WERBUNG