Wunsch nach neuer Erfolgswelle und Ende der Negativserie – TSG empfängt Freiburg

Hoffenheim setzt im Baden-Duell auf seine Heimstärke

Am 22. Bundesliga-Spieltag empfängt die TSG Hoffenheim am Samstag um 15:30 Uhr in Sinsheim den badischen Nachbarn SC Freiburg. Trotz der 1:5-Niederlage bei Spitzenreiter FC Bayern München hat sich die Ausgangslage der TSG hinsichtlich einer Qualifikation für die nächstjährige Champions League-Teilnahme nicht sonderlich verschlechtert. Die Kraichgauer rangieren nach wie vor auf Tabellenplatz 3, drei Punkte vor den punktgleichen Teams von RB Leipzig und VfB Stuttgart.

„Freiburg hat viel Qualität“

TSG-Coach Ilzer über Gegner Freiburg

Hoffenheims Trainer Christian Ilzer erwartet ein sehr intensives Duell mit den Freiburgern für das sich knapp 23.000 Zuschauern angekündigt haben: „Sie sind noch in allen drei Wettbewerben vertreten, das zeigt ihre Qualität. Sie sind gut aufeinander abgestimmt und sind in allen Bereichen gut eingestellt. Wenn wir ein Erfolgserlebnis feiern möchten, müssen wir viel investieren und uns daran erinnern, was uns bisher ausgezeichnet hat.“

Trainer Ilzer hofft aufgrund der Heimstärke seiner Mannschaft auf ein Ende der Negativserie gegen die Freiburger

Achter Heimsieg gegen einen unbequemen Gegner?

Mit einem achten (!) Heimerfolg in Serie wollen die Hoffenheimer ihre gute Ausgangslage zementieren, wenngleich die Breisgauer seit September 2018 nicht mehr in Sinsheim verloren haben und seit neun Pflichtspielen gegen die TSG ungeschlagen sind. Aktuell wartet Hoffe gegen keinen anderen Verein so lange auf einen Bundesliga-Dreier wie gegen die Freiburger.

„Wollen jetzt eine neue Erfolgswelle generieren“

Hoffenheims Trainer Ilzer

Trainer Ilzer hofft, dass diese Negativserie aufgrund der Heimstärke ein Ende nimmt: „Wir konnten dieses Duell schon lange nicht mehr für uns entscheiden. Wir haben am letzten Wochenende verloren – aber nicht unser Gesicht, nicht unser Selbstvertrauen, nur die Erfolgswelle. Daher gilt es, relativ schnell eine neue zu generieren. Wir fühlen eine gute Energie in unserem Stadion und haben aktuell ein gutes Gefühl in Heimspielen.“

SC-Keeper Noah Atubolu bremst in dieser Szene Hoffenheims Andrej Kramaric

Im Pokal neues Selbstvertrauen getankt

Die Schwarzwälder mussten am vergangenen Dienstagabend im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Zweitligist Hertha BSC Berlin über die volle Distanz von 120 Minuten Spielzeit plus Elfmeterschießen gehen. In einer zähen, chancenarmen aber spannenden Partie holte sich die Schuster-Truppe durch einen 5:4-Erfolg im Endscheidungsschießen und den Einzug ins Halbfinale weiteres Selbstvertrauen. Auch in der Europa League läuft es durch die Qualifikation fürs Achtelfinale gut für den Sport-Club. Trotz der strapaziösen Dreifachbelastung konnte die Mannschaft dies aufgrund eines breit aufgestellten Spielerkaders bislang gut auffangen.

Geforderte Breisgauer

Der SCF ist im bisherigen Saisonverlauf viel gefordert, kommt durch Ligaspielbetrieb, Pokal und Europa League bereits auf 34 Pflichtspiele, was ein überdurchschnittlicher Ligawert ist. Beim Belastungsvergleich liegen die Hoffenheimer bei 24 Einsätzen deutlich zurück.

SC-Coach Julian Schuster muss aufgrund seiner Gelb-Sperre das Baden-Derby von der Tribüne aus anschauen. TSG-Coach Ilzer schätzt den Kollegen sehr.

Einige Gesperrte

Bei beiden Mannschaften fehlt am 22. Spieltag jeweils ein Profi aufgrund einer Roten Karte. Bei den Gästen ist dies der 20-jährige Schweizer Johan Manzambi, bei den Gastgebern Defensivspieler Kevin Akpoguma. Zudem muss SC-Coach Julian Schuster in der Sinsheimer Arena am Technik-Museum einen Platz auf der Zuschauertribüne einnehmen, da er am letzten Spieltag seine 4. Gelbe Karte in dieser Saison sah und damit als erster Bundesliga-Coach in dieser Saison gelb-gesperrt ist.

Wouter Burger kehrt wieder zurück ins Hoffenheimer Mittelfeld

Burgers Rückkehr

Nach zwei Spielen Sperre kehrt Hoffenheims Taktgeber im Mittelfeld Wouter Burger wieder zurück in die Startformation. Zudem ist Defensivspieler Robin Hranac wieder einsatzfähig. Fehlen werden definitiv Bernardo und Tim Lemperle (Innenbandverletzung am Sprunggelenk).

Für TSG-Kapitän und Nationaltorhüter Oliver Baumann sind Spiele gegen Freiburg immer etwas besonderes

Baumann-Vergangenheit

TSG-Keeper Oliver Baumann war von 2010 bis 2014 die Nummer eins beim SC Freiburg, mit dem er zuvor in der A-Jugend-Meister (2008) und Pokal-Sieger (2009) wurde. Insgesamt bestritt der 35-Jährige 131 Bundesliga-Spiele für die Freiburger und 379 Partien für die TSG. Der Nationaltorhüter, für den „Spiele gegen Freiburg immer etwas Besonderes sind“ besticht nach wie vor durch gute Leistungen und kassierte bei 71 Prozent abgewehrter Bälle in dieser Bundesliga-Saison erst 28 Gegentore. Baumann: „Ich freue mich immer, wenn wir gegen Freiburg spielen und hoffe, dass wir dieses Mal endlich wieder gewinnen“.

Robin Hranac (li.) – hier beim Torjubel mit Albian Hajdari – kehrt nach überstandener Verletzung wieder in den Spieltagskader zurück

Der Fokus gilt jetzt dem sportlichen Bereich

Bei den Kraichgauern ist nach den turbulenten Tagen und Wochen jetzt vorläufig etwas Ruhe eingekehrt. Die vielen Negativschlagzeilen aufgrund zahlreicher Personaldiskussionen in der Führungsebene sollen durch erfolgreiche sportliche Positivmeldungen verdrängt werden. Bei der Spieltags-Pressekonferenz zeigte sich Trainer Ilzer auf Nachfrage über die Entwicklung in der Vorstandsebene des e. V. erfreut, dass es hier zu vernünftigen Entscheidungen kam: „Wir schätzen sehr, dass Jörg Albrecht bis zur Mitgliederversammlung am 9. März trotz seiner Krankheit wieder hier ist und für Stabilität sorgt.“ Dies gilt auch für den Geschäftsführer Sport Andreas Schicker, der sich nach dem ganzen Theater zuletzt nun wieder voll und ganz dem Tagesgeschäft, speziell der Kaderplanung, widmen kann.

Kramaric lässt sich von seinen Mitspielern nach einem Torerfolg feiern

Kramaric weiter auf Rekordjagd

Das Duell mit den Freiburgern ist Hoffenheims 600. Bundesligaspiel (bislang 213 Siege, 163 Remis, 223 Niederlagen). Nach seinem positiven Lauf mit bislang neun Saisontreffern kann auch Hoffenheims kroatischer Torjäger Kramaric weitere Rekorde ins Visier nehmen. Beim nächsten Treffer würde der Publikumsliebling bei 136 Toren mit dem ehemaligen Hamburger Horst Hrubesch gleichziehen und auf die andere HSV-Legende Uwe Seeler (137 Tore) aufschließen.  

Eine verbesserungswürdige Bilanz

Aus Sicht der Gastgeber gilt es die schlechte Bilanz gegen die Freiburger zu verbessern. In 31 Bundesliga-Duellen gab es bei 13 Unentschieden nur sechs Siege. Zudem konnte man aus den letzten 13 Partien nur einen Sieg feiern. Eine Negativserie, die man am Valentinstag etwas korrigieren kann.

Fotos: Kraichgaufoto und foto2press

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