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Die Hoffnungen gegen ManCity liegen bei über 25 Prozent Ballbesitz
Personalsorgen trüben die Hoffenheimer Champions-League-Heimpremiere
Montag, 1. Oktober 2018

Der Bundesliga-Alltag bei der TSG Hoffenheim weicht in diesen Tagen der Königsklasse des europäischen Fußballs, der Champions League. Die Kraichgauer empfangen in ihrem ersten Heimspiel in der Gruppenphase mit Manchester City einen der Topfavoriten auf den Titel. Entsprechend groß war heute Nachmittag das mediale Interesse bei der Pressekonferenz im Geschäftsstellen- und Trainingszentrum in Zuzenhausen. Die Plätze im Presseraum und auch die Parkplätze rund um den Dietmar-Hopp-Sportpark waren nahezu völlig ausgeschöpft. Groß ist auch das Zuschauerinteresse am Gastspiel der mit über einer Milliarde Euro teuersten Vereinsmannschaft der Welt. Weil keine Stehplätze erlaubt sind, dürfen statt 30.150 Zuschauer wie in der Bundesliga nur 25.568 ins Sinsheimer Champions-League-Stadion rein. Der Heimbereich ist bereits seit Wochen restlos ausverkauft und im Gästeblock gibt es nur noch wenige freie Plätze.

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann bei der Pressekonferenz vor dem CL-Heimspiel gegen Manchester City
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Fünf Innenverteidiger fallen verletzungsbedingt aus

Personell hatte TSG-Coach Julian Nagelsmann nichts Erfreuliches zu berichten. Die Hoffnung und Prognose, dass Abwehrchef Kevin Vogt am Dienstagabend um 18.55 Uhr die Mannschaft als Kapitän aufs Spielfeld führen würde, hat sich nach einer Untersuchung am Samstagabend zerschlagen. Die Oberschenkelprellung stellte sich als zu gravierend heraus und verhindert womöglich sogar einen Einsatz am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurter. Nagelsmann: „Die Ärzte haben viel Flüssigkeit aus dem Muskel geholt, aber das Hämatom läuft immer wieder ein. Es ist kein struktureller Schaden, aber bei einem Einsatz besteht die Gefahr einer Muskelverletzung.“ Neben Vogt fehlen aus der hinteren Abwehrreihe gleich fünf (!) Innenverteidiger. Das Rätselraten kann nun beginnen, wem der Trainer für die fehlenden Stammkräfte Ermin Bicakcic, Kasim Adams, Benjamin Hübner, Havard Nordveit und Vogt das Vertrauen schenkt.

Welche Alternative in der hintersten Defensivreihe wählt Nagelsmann?

Die sich anbietenden Alternativen Kevin Akpoguma, Justin Hoogma und Stefan Posch konnten am letzten Bundesliga-Spieltag gegen RB Leipzig (1:2) nicht vollens überzeugen und leisteten sich einige Aussetzer, die gegen das englische Starensemble mit Sicherheit eiskalt bestraft würden. Notgedrungen könnte Nagelsmann mit einem Innenverteidiger weniger und einer Viererkette beginnen. Eine weitere Möglichkeit wäre einen Mittelfeldspieler in die hintere Reihe umzufunktionieren.

Großes mediales Interesse bei der heutigen Pressekonferenz

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Die Hoffnungen ruhen auf über 25 Prozent Ballbesitz

Der TSG-Coach ist dennoch zuversichtlich und versprüht Mut: „Trotz der Verletzten haben wir immer noch eine Mannschaft, die dem Gegner wehtun kann, wir haben uns einen guten und mutigen Plan überlegt.“ Dabei geht es nach seinen Aussagen schwerpunktmäßig um Ballbesitz: „ManCity hat oft um die 75 Prozent Ballbesitz, wenn wir auf mehr als 25 Prozent kommen, werden wir auch Chancen bekommen Tore zu erzielen.“ Eine eventuell mögliche Taktik-Schlacht zwischen ihm und dem Star-Trainer auf der anderen Seite Pep Guardiola erwartete der 31-Jährige nicht: „Manchester wird sich auf seine Stärken besinnen und sich nicht sonderlich auf uns einstellen. Sie haben im Schnitt drei Treffer pro Spiel erzielt - das ist aussagekräftig.“

Besondere Champions-League-Atmosphäre nimmt ständig zu

Auf das Duell mit dem englischen Meister freut sich Nagelsmann von Stunde zu Stunde immer mehr. Dabei sieht er Parallelen zum Play-Off-Spiel im vergangenen Jahr in Sinsheim gegen den FC Liverpool. Die Hoffnungen der Kraichgauer ruhen zudem auf der außergewöhnlichen und besonderen Champions-League-Atmosphäre, die sich rund um die Mannschaft und im Spielort immer mehr ausbreitet. Dass am Dienstag ab 12 Uhr in der Sinsheimer Fußgängerzone eine Fanmeile die Fans auf das Spiel einstimmen soll, findet der gebürtige Landsberger sehr positiv: „Eine Feier in der Stadt ist eine schöne Sache. Schon jetzt ein Dank an alle Chefs, die ihren Mitarbeitern hierfür am Dienstagnachmittag frei geben.“

Diskutieren die drei TSG-Trainer beim Abschlusstraining die geplante Taktik gegen ManCity?

Zu Schwächen von ManCity hatte Baumann nur ein Lächeln und Kopfschütteln übrig

Anstatt dem zunächst angekündigten Kapitän Kevin Vogt nahm dessen Stellvertreter auf dem Pressepodium Platz. Auf Nachfrage von bwa-sport.de, wo er die Stärken und Schwächen der Engländer sehe, sagte er: „Aufpassen müssen wir auf die extrem dribbelstarken Flügelspieler achten. Die sind wahnsinnig gefährlich. Das wird nicht einfach für unsere Außenverteidiger.“ Und hinsichtlich der Schwächen antwortete er nur mit einem süffisanten Lächeln und leichtem Kopfschütteln.

"Der Gegner hat mehr zu verlieren als wir"

Immerhin psychologisch sieht Baumann sein Team im Vorteil, da Englands amtierender Meister zum Heimauftakt gegen Lyon 1:2 verloren hatte: "Sie haben mehr zu verlieren als wir, aber wir müssen versuchen, das alles auszublenden, und uns nicht ablenken zu lassen vom namhaften Gegner und all seinen Stars. Wir müssen versuchen, das bestmögliche Spiel auf den Platz zu bringen und Julians Plan durchzubringen, das wird schwer genug und eine hohe Hürde für uns alle.“ Darin sind sich sicherlich alle einer Meinung!

Fotos: BWA und Kraichgaufoto

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