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"Es war genau die Art und Weise, wie wir spielen wollen"
Ursachenforschung und Durchhalteparolen in Hoffenheim
Sonntag, 29. September 2019

Große Enttäuschung herrschte bei den rund 25.000 Zuschauern in der Sinsheimer PreZero-Arena nach der 0:3-Heimniederlage der TSG Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach. Ausgelassene Freude hingegen bei den zirka 4.000 Gästefans vom Niederrhein, die den dritten Auswärtssieg ihrer Mannschaft gegen die Kraichgauer sowie Tabellenplatz 4 lange nach dem Abpfiff euphorisch feierten. Bereits zehn Minuten vor dem Abpfiff machten sich die ersten Besucher - skandiert mit Sprechchören aus dem Gästeblock „Auf Wiedersehen“ – missmutig auf den Heimweg. Sie hatten genug, genug von den vielen vergebenen Chancen ihrer Mannschaft und dem eiskalten Zuschlagen der Gladbacher, die effizient und clever ihre Möglichkeiten nutzten.

Dank an die, die noch dageblieben sind

Irgendwie wirkte alles deprimierend, enttäuschend. Nur fünf Punkte und vier Tore nach sechs Spielen, alles andere als Hoffe-Like. Stadionmoderator Mike Diehl versuchte, nach Abpfiff die passenden Worte an die noch Verbliebenen zu finden: „Wir möchten uns bei den Fans bedanken, die vor allem noch dageblieben sind!“

Als sich die Spieler auf den Weg in die Fankurve begaben, war diese nur noch spärlich gefüllt

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Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis

Analysiert man die bisher gezeigten Leistungen der noch jungen Saison, so muss man den Hoffenheimern bei allem Engagement und Aufwand vor allem die mangelhafte Chancenverwertung vorwerfen. Vergab die Schreuder-Elf in der Schlussphase in Wolfsburg schon einige Hochkaräter, setzte sich dies gegen Mönchengladbach bedingungslos fort. Anstatt eines 0:1-Pausenrückstandes hätten die Gastgeber durchaus mit ein oder gar zwei Toren führen können - ja müssen. Aufwand und Ertrag passen überhaupt nicht. Anders die cleveren Borussen, die genau zum richtigen Zeitpunkt Unachtsamkeit bzw. Fehler beim Gegner eiskalt ausnutzten und zuschlugen.

"Wenn du die Chancen nicht nutzt, rächt sich das"

Auch die Spieler suchten nach Erklärungen: „Es ist ein Stück weit enttäuschend. Ich denke, dass das Ergebnis das Spiel nicht unbedingt widerspiegelt. Wir haben es geschafft, sehr hochwertige Chancen rauszuspielen. Dann ist es im Fußball oft so: Wenn du die Chancen nicht nutzt, rächt sich das. Wir müssen definitiv einfach die Tore machen“, sagte ein enttäuschter und nachdenklicher Benjamin Hübner in der Mixed-Zone nach dem Spiel. Die Enttäuschung war allgegenwärtig.

„Können über einen längeren Zeitraum die Null nicht halten“

„Es ist schwer zu erklären. Wir erspielen uns super Chancen und müssen in der Anfangsphase ein Tor erzielen. Wir schaffen es nicht, über einen längeren Zeitraum die Null zu halten und nutzen unsere Chancen nicht. Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff“, resümierte der Österreicher Christoph Baumgartner. Der 20-Jährige selbst hatte einige gute Tormöglichkeiten, die er aber nicht verwerten konnte. Der Torschütze beim 1:1 in Wolfsburg Sebastian Rudy: „Wir hatten riesige Chancen, aber wieder mal die Kugel nicht reingeschossen. Das ist natürlich ärgerlich. Es war in der Höhe nicht verdient, ich hätte selbst zwei, drei Tore schießen können. Am Ende stehen wir wieder mit null Punkten da.“

Kein Durchkommen gab es für die TSG gegen eine vielbeinige Gladbacher Hintermannschaft

Schreuder lobt seine Jungs, sieht sie auf dem richtigen Weg

Unterdessen sucht Trainer Alfred Schreuder keine Ausreden, gibt der Mannschaft das nötige Vertrauen und findet viel Lob für seine Kicker: „Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Das hört sich sehr komisch an, aber es war genau die Art und Weise, wie wir spielen wollen. Wir haben uns sehr viele Chancen herausgespielt, aber diese nur nicht genutzt. Auch defensiv war es bis zum 0:2 ordentlich.“ Der Niederländer sieht trotz der mageren fünf Punkte seine Mannschaft auf dem richtigen Weg: „Die Mannschaft entwickelt sich, das Vertrauen ist da. Wir müssen ruhig bleiben. Die Mannschaft braucht Zeit. Defensiv wie offensiv müssen wir uns noch verbessern.“

„Wichtig ist, dass wir uns Chancen erspielen“

Dass mit Andrej Kramaric und Isaak Belfodil die beiden Torjäger der vergangenen Saison momentan nicht zur Verfügung stehen, wollte der 46-Jährige Cheftrainer nicht als Ausrede gelten lassen: „Es macht keinen Sinn sich darüber zu beklagen. Wichtig ist, dass wir Chancen herausspielen. Wenn das mal nicht mehr der Fall ist, muss man sich Gedanken machen.“

„Das wird uns nicht zurückwerfen“ – In München Tore aus wenigen Chancen machen

Trotz aller Enttäuschung gab es auch positive Resonanzen und Blicke nach vorn: „Das wird uns jetzt nicht zurückwerfen. Wir haben junge, entwicklungsfähige Spieler, das wird wieder besser werden. Die Chancen sind da, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die genutzt werden“, sagte Hübner. Die Hoffnung, dass es am Samstag bei Tabellenführer Bayern München nicht zu einer erneuten Enttäuschung kommt, sieht Rudy darin begründet, dass man „aus wenigen Torchancen Tore schießen muss. Das müssen wir jetzt mal hinbekommen, die Kugel einfach mal über die Linie zu drücken, auch wenn es dann ein dreckiger Sieg wird.“

Das deutliche Ergebnis spiegelte nicht den Spielverlauf wider

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„Trotz der Niederlage einen Schritt nach vorn gemacht“

Schreuder blickt ebenfalls optimistisch nach vorn: „Fußballerisch haben wir trotz der 0:3-Niederlage einen weiteren großen Schritt gemacht, auch wenn sich dies in der Tabelle anders darstellt. Ich schaue weiter, ich schaue nach der Mannschaft, nach den Leistungen. Man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Die Art und Weise, wie wir gegen Gladbach gespielt haben, war ein großer Unterschied zu Freiburg, und das hat mich stolz gemacht auf die Jungs. Ich versuche weiter zu schauen, nach München und Schalke werden auch andere Gegner kommen.“

„Seit März ist hier sehr viel passiert“ – Personeller Umbruch war extrem

Der Aderlass im Sommer durch die Verkäufe von Kerem Demirbay, Nico Schulz, Nadiem Amiri und Joelinton hat tiefe Spuren hinterlassen und ist nicht wegzudiskutieren. Nahezu 120 Millionen Euro haben die Kraichgauer durch Transfers und Leihgeschäfte eingenommen. Demgegenüber wurden für acht Neuzugänge 32 Millionen Euro in die Nagelsmann-Nachfolge reinvestiert.  In den Ausführungen Schreuders nach der PK in kleiner Medienrunde waren diesbezüglich Enttäuschung und Unverständnis herauszuhören : „Vier Spiele ohne Torerfolg sind klar enttäuschend, doch wir wissen, was hier im Sommer passiert ist, welche Spieler den Verein verlassen haben. Ich habe deshalb sehr oft öffentlich und intern gesagt, dass wir deshalb Zeit und Geduld benötigen. Seit März, wo ich hier unterschrieben habe, ist sehr viel passiert, es hat keiner damit gerechnet, aber es ist passiert. Der personelle Umbruch war extrem, oder!? Aber wir gehen damit um, geben den Jungs Vertrauen. Wir müssen über die Spieler reden, die da sind, nicht über die, die weg sind. Das ist schade, ist aber so. Die Jungs, die da sind haben viel Energie, geben Gas, haben Mut. Die sind noch nicht so weit,wie wir gehofft haben. Aber das ist normal.“

Dem Trainer die Schuld jetzt alleine zu geben, wäre unangebracht

Normal ist in diesem Geschäft aber auch, dass mit jeder neuen Niederlage die Kritiker und Nörgler lauter werden, der Trainer als schwächstes Glied in der Kette immer mehr in die Verantwortung genommen wird. Ob er die zugesicherte Zeit und Geduld für den eingeleiteten Umbruch von seinen Vorgesetzten bekommt, ist abzuwarten. Ihn jetzt jedoch allein für den schlechten Saisonstart verantwortlich zu machen, wäre zu einfach und falsch. Da würde man es sich zu einfach machen!

Fotos: Kraichgaufoto

 

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