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Gelingt Hoffenheim gegen Stuttgart die sportliche Wende?
TSG empfängt im Nachbarschaftsduell Aufsteiger VfB Stuttgart
Donnerstag, 19. November 2020

Nach der Länderspielpause nimmt die Fußball-Bundesliga mit dem 8. Spieltag ihre Fortsetzung. Dabei empfängt die TSG Hoffenheim in einem weiteren Geisterspiel in Sinsheim am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr den württembergischen Nachbarn VfB Stuttgart. Im Duell zwischen dem aktuell Tabellendreizehnten gegen den Achten steht neben dem Prestige eine ganze Menge auf dem Spiel. Während die Gäste aus der Landeshauptstadt mit einem Auswärtserfolg auf einen internationalen Tabellenplatz klettern und damit zugleich den „ungeliebten“ badischen Rivalen noch tiefer in die Tabellenniederrungen befördern könnten, bietet sich den Gastgebern die Chance, punktemäßig mit dem Gegner gleichzuziehen und sich ins Tabellenmittelfeld hochzuarbeiten.

Hoffnungsträger Kramaric

Große Hoffnungen hinsichtlich einer sportlichen Wende ruhen auf Stürmerstar Andrej Kramaric. Der Kroate kehrt nach überstandener Coronaerkrankung wieder ins Team zurück. Wie wichtig der Vizeweltmeister für seine Mannschaft ist, zeigten die letzten Wochen. Mit Kramaric holte die TSG in dieser Saison aus drei Spielen sechs Punkte, wobei der Stürmer in fünf Pflichtspielen elf Treffer erzielte. Ohne den 29-Jährigen gab es aus vier Partien nur einen mageren Zähler.

Hoffenheims Florian Grillitsch enteilt dem Stuttgarter Nicolas Gonzalez

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Eine Reise in die Vergangenheit

Für beide Trainer wird es am Samstagnachmittag ein besonderes Wiedersehen. TSG-Coach Sebastian Hoeneß wurde 1999 mit der U17 des VfB Stuttgart Deutscher Meister. VfB-Trainer war damals der jetzige Hoffenheimer Scout Hansi Kleitsch, und zu Hoeneß Teamkollegen zählte unter anderem auch der ehemalige TSG-Stürmer Kevin Kuranyi. Auf der anderen Seite wird es für Trainer Pellegrino Matarazzo die erste Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.  Der US-Italiener stand von Sommer 2017 bis Ende 2019 bei den Kraichgauern als U17-Coach und später als Co-Trainer unter Julian Nagelsmann und anschließend Alfred Schreuder unter Vertrag. Die räumliche Nähe zur TSG ist außergewöhnlich, zumal die Entfernung des Wohnorts Wiesenbach der Familie Matarazzo zum Trainingsgelände in Zuzenhausen im Gegensatz zur 107 Kilometer-Entfernung nach Stuttgart nur einen Steinwurf entfernt ist. In seiner ersten Erstliga-Saison als Profitrainer kann der 42-Jährige mit elf Siegen, sieben Unentschieden und sieben Niederlagen bislang eine positive Bilanz vorweisen.

Kobels Rückkehr als Nummer 1

Auch für VfB-Torhüter Gregor Kobel wird es eine besondere Rückkehr. Der Schweizer stand von September 2014 bis Dezember 2018 in Hoffenheim unter Vertrag und absolvierte in dieser Zeit sechs Pflichtspiele für die Profimannschaft. Nachdem der 22-Jährige im Januar 2019 an den FC Augsburg ausgeliehen wurde, folgte ein halbes Jahr später eine Leihe nach Stuttgart, die nach dem Bundesligaaufstieg der Schwaben und einer vier Millionen Euro-Ablöse zu einer Festanstellung wurde. Kobel hat sich inzwischen zu einem zuverlässigen Rückhalt der VfB-Hintermannschaft entwickelt.

Für VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo wird es am Samstag die erste Rückkehr an die alte Wirkungsstätte

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Schwankende Heimbilanz

Die Heimbilanz der Nordbadener gegen die Schwaben ist außergewöhnlich. Während es in den ersten fünf Spielzeiten nach dem Bundesligaaufstieg von 2008 bis 2013 zu keinem Heimsieg reichte, blieben die Blau-Weißen danach in der heimischen Arena an der A6 bei vier Siegen und einem Unentschieden gegen den VfB ungeschlagen. Beim letzten Aufeinandertreffen gab es einen deutlichen 4:0-Heimsieg.

Auswärtsstarke Schwaben

Doch die Hoeneß-Truppe sollte gegen die seit sechs Bundesligaspielen ungeschlagenen Stuttgarter gewarnt sein. Der Aufsteiger gilt mit aktuell sieben Punkten auf des Gegners Platz nach den Bayern und Leverkusen als drittstärkstes Auswärtsteam nach sieben Spieltagen.

Andrej Kramaric (am Ball) wird nach überstandener Coronaerkrankung gegen Stuttgart erstmals wieder auflaufen können
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Hoffenheim gehen die Stürmer aus

Die Liste an Ausfällen ist auf Seiten der Gastgeber besonders lang. Die auf das Coronavirus positiv getesteten TSG-Spieler werden schmerzlichst vermisst. Zuletzt waren dies Kevin Vogt, Sebastian Rudy, Ishak Belfodil, Robert Skov, Munas Dabbur, Jacob Bruun Larsen und neuerdings Sargis Adamyan. Mit Belfodil, Dabbur, Bruun Larsen und Adamyan fallen gleich vier Offensivkräfte für das Stuttgart-Spiel aus. Zudem fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Defensivspieler Benjamin Hübner und Ermin Bicakcic. Bei der TSG hofft man nun auf die unversehrte Rückkehr der zuletzt bei ihren Nationalteams aktiven Nationalspieler Kevin Akpoguma (Nigeria), Ihlas Bebou (Togo), Mijat Gacinovic (Serbien) und Diadie Samassekou (Mali), die alle bis Donnerstag zurückerwartet werden. Auch den VfB Stuttgart plagen einige Verletzungssorgen. Neben Kapitän Gonzalo Castro fehlen die Defensivspieler Konstantinos Mavropanos und Marcin Kaminski, die zuletzt nur ein individuelles Training absolvieren konnten.

Fotos: Kraichgaufoto und Kraichgausport

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