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Kann Sandhausen in Duisburg seine Negativserie beenden?
Weiterhin dichtes Gedränge im Abstiegskampf
Donnerstag, 12. April 2018

Am Samstag gastiert der SV Sandhausen in der Partie des 30. Zweitliga-Spieltags um 13 Uhr beim MSV Duisburg. Beide Teams wollen nach einer Serie von fünf bzw. sechs sieglosen Spielen in die Erfolgsspur zurückfinden und den Vorsprung auf Relegationsplatz 16, der jeweils vier Punkte beträgt, vergrößern. Der große Befreiungsschlag blieb beim torlosen Unentschieden am letzten Spieltag gegendie SpVgg Greuther Fürth aus. Während die Chancenverwertung weiterhin ausbaufähig bleibt, konnte dank einer defensiven Stabilität im zweiten Remis in Folge zumindest wieder gepunktet werden - oder wie Geschäftsführer Sport Otmar Schork sagte: „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“.

Sahin Aygünes (re.) scheitert im Hinspiel mit einem Distanzschuss an der vielbeinigen Duisburger Abwehr

"Mache mir keine Abstiegssorgen"

Innenverteidiger Markus Karl, dessen Vertrag sich am Hardtwald um ein weiteres Jahr verlängert hat und der ein wichtiger Faktor in der mit 28 Gegentoren stärksten Defensive der Liga ist, macht sich keine Abstiegssorgen: „Wir stehen wieder stabil. Zudem sind fast alle Jungs nach ihren Verletzungen wieder zurück. Ich habe keine Sorgen, dass wir absteigen, wenn wir weiterhin so auftreten. Ich glaube, wenn wir ab jetzt jedes Spiel zu Null spielen, müsste das auch reichen.“ Sorgen macht da vielmehr die fehlende Offensivpower bei den Schwarz-Weißen, die mit 32 Toren den drittschwächsten Wert der Liga aufstellen. Hoffnung auf Besserung macht da sicherlich die Rückkehr der beiden wiedergenesenen Stürmern Andrew Wooten und Richard Sukuta-Pasu. Am Samstag steht zudem auch Mittelfeldspieler Denis Linsmayer steht nach seiner Gelbsperre in Duisburg wieder zur Verfügung.

Tim Knipping klärt per Kopf vor seinem Duisburger Gegenspieler Ahmet Engin

Rehamed

Statt Aufstiegskampf nun Abstiegssorgen beim MSV

Nach 24 Spieltagen lag Aufsteiger MSV Duisburg punktgleich mit dem Tabellendritten Kiel noch auf Rang 4. Doch nach vier Niederlagen in Folge mit 14 Gegentoren muss die Elf von Trainer Ilia Gruev plötzlich wieder um den Klassenerhalt bangen. Wie Sandhausen spielte Duisburg zuletzt torlos und entführte einen Punkt bei Union Berlin. Gruev, im dritten Jahr MSV-Trainer: „Beide Mannschaften hatten eine schwierige Phase. Für uns war es enorm wichtig, die Negativserie zu stoppen und zu Null zu spielen.“

Löchrige Abwehr - torgefährlicher Sturm

Neben der bei insgesamt schon 50 Gegentoren nicht sattelfesten Abwehr des deutschen Vizemeisters von 1964 sorgte die gefährliche Offensive für den zwischenzeitlichen Höhenflug der „Zebras“. Stürmer Borys Tashchy hat bereits 9mal getroffen, der ebenfalls neu verpflichtete Rückkehrer Moritz Stoppelkamp 7mal und Tashchys Sturmpartner Stanislav Iljutcenko 6mal. Torgefährlichster Abwehrspieler der Liga ist der Duisburger Linksverteidiger und Kapitän Kevin Wolze, der bei seinen ebenfalls 7 Saisontoren einige Male per Weitschuss traf. Stoppelkamp war es auch, der mit seinem Schuss im Hinspiel am Hardtwald für den 1:0-Auswärtssieg sorgte. Hinsichtlich der Negativbilanz der bisherigen fünf Duelle mit vier Niederlagen und einem Remis wäre es für die Kocak-Truppe an der Zeit, den ersten Dreier einzufahren.

Hoch ging es her im MSV-Strafraum bei der 0:1-Hinspielniederlage des SVS

Zahlreiche Verträge gilt es zu verlängern

Unterdessen stehen für den vielbeschäftigten Otmar Schork in den kommenden Wochen wichtige Verhandlungen bevor, zumal bei den SVS-Profis Linsmayers, Goran Karacic, Damian Roßbach, Philipp Klingmann, Manuel Stiefler, Sahin Aygünes, José Pierre Vunguidica, Julian Derstroff, Richard Sukuta-Pasu und Rurik Gislason am Saisonende die Verträge auslaufen. Ausgeliehen bis Saisonende sind zudem Eroll Zejnullahu und Haji Wright. Wichtige Auswärtspunkte in Duisburg würden die anstehenden Vertragsverhandlungen sicherlich erleichtern. Neustes Gerücht: Bei den laufenden Kaderplanungen sollen die Sandhäuser auch ein Auge auf den Saarbrücker Stürmer Behrens geworfen haben.

Fotos: BWA

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