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Saison mit Höhen und Tiefen sowie einem positiven Abschluss
Rückblick auf eine außergewöhnliche Zweitligasaison
Dienstag, 30. Juni 2020

Eine Saison, die in die Fußball-Geschichte eingehen wird, hat für den SV Sandhausen trotz Widrigkeiten wieder ein gutes Ende genommen. Der SVS beendete die Zweitliga-Saison 2019/20, die sich wegen der Corona-Pandemie bis Ende Juni hinzog, auf Rang 10 und kann sich auf die neunte Zweitliga-Saison in Folge, die Mitte September beginnen wird, freuen. Das aufwendige Konzept der DFL zur Sicherheit der Spieler ging auf, und es wird an Konzepten gearbeitet, bereits dieses Jahr wieder teilweise Zuschauer in die Stadien zu lassen. Es wird sich auch auf das Geschehen auf dem Rasen auswirken, wenn wieder Emotionen über die Ränge transportiert werden. Doch die Gesundheit aller muss über allem stehen.

Neuzugänge schlugen sehr gut ein

Mit acht Neuzugängen bei elf Abgängen startete die Saison für den SV Sandhausen Ende Juli vergangenen Jahres mit dem Auswärtsspiel in Kiel. Mit den Abgängen Andrew Wooten und Fabian Schleusener mussten die Stürmer ersetzt werden, die für 27 Tore der 45 erzielten Treffer in der Offensive verantwortlich waren. Trainer Uwe Koschinat holte für die Offensive unter anderem Julius Biada und Robin Scheu, die er aus vergangenen Zeiten bei Fortuna Köln kannte, um seine Vorstellungen von robusterem und schnörkellosem Fußball zu perfektionieren. Mit Mario Engels und SVS-Rückkehrer Aziz Bouhaddouz kamen zudem Spieler, die der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca aus Zeiten beim FSV Frankfurt bereits kannte. Man hoffte damit, nicht wieder bis zuletzt um den Klassenerhalt zittern zu müssen, was auch gelingen sollte. Nach Unterbrechungen aufgrund von Verletzungen wurden Scheu und Biada im späteren Saisonverlauf zu Stammspielern. Ebenfalls Volltreffer bei den Neuzugängen wurden der neue Torhüter Martin Fraisl sowie Abwehrrecke Gerrit Nauber.

Torjubel beim SV Sandhausen

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Unglückliches DFB-Pokalaus gegen Gladbach

Die Saison war geprägt von ständigen Aufs und Abs, der Start war zunächst ein holpriger. Einem Unentschieden in Kiel folgte im ersten Heimspiel die erste Heimniederlage gegen Aufsteiger VfL Osnabrück – es sollte allerdings in der Liga die letzte Heimniederlage bis Februar 2020 bleiben.  Der Sieg der Osnabrücker wurde aber begünstigt durch eine umstrittene Millimeterentscheidung beim Freistoßtreffer von Marcos Alvarez, bei dem der nun auch in der 2. Liga eingeführte und kontrovers diskutierte Videobeweis erstmals am Hardtwald zum Einsatz kam und für keine Klarheit sorgen konnte, ob der Ball wirklich hinter der Linie war. Eine weitere Heimniederlage gab es eine Woche später beim ersten Höhepunkt der Saison, dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach, die sich in der folgenden Bundesligasaison mit Platz 4 für die Champions League qualifizieren konnten. Nach einem Gewitter konnte das Spiel erst mit größerer Verspätung angepfiffen werden. Die Zuschauer im vollbesetzten BWT-Stadion am Hardtwald sahen einen leidenschaftlich kämpferischen SVS, der trotz eines deutlichen Chancenplusses sich durch das Tor von Gladbachs Marcus Thuram knapp geschlagen geben musste.

Nach drei Siegen wechselte Förster nach Stuttgart

Die Kurpfälzer zeigten sich jedoch wenig beeindruckt vom Pokalaus und legten drei Siege in Folge gegen Nürnberg, in Heidenheim und gegen Darmstadt hin. Eine Überraschung war es letztendlich doch, als drei Tage nach dem 1:0-Sieg gegen Darmstadt 98, bei dem Philipp Förster noch die Fäden im Sandhäuser Mittelfeld zog, am letzten Tag der Transferperiode Anfang September der Wechsel Försters zum VfB Stuttgart bekannt wurde. Der SV Sandhausen hatte keine andere Wahl, als der VfB die festgeschriebene Ablösesumme von 3 Millionen Euro bezahlten wollte. „Mit dem Transfer von Philipp Förster dringt der SV Sandhausen in eine neue wirtschaftliche Dimension vor“, erläuterte SVS-Präsident Jürgen Machmeier. Mit den Schwaben erfüllte sich Förster letztendlich sogar den Traum vom Aufstieg in die Bundesliga. Als sportlicher Verlust stellte sich der Abgang des vierten Leistungsträgers zunächst allerdings heraus, denn sowohl Neuzugang Philipp Türpitz wie auch Besar Halimi, der am letzten Tag der Transferperiode als Ersatz für Förster kam, konnten noch nicht in die Bresche springen und allgemein in ihrer ersten Saison beim SVS wohl auch nicht ganz ihre eigenen Erwartungen erfüllen. Was nicht gewesen ist, kann aber noch werden.

Packender Zweikampf im DFB-Pokalspiel zwischen Sandhausens Zhirov (re.) und Gladbachs Plea
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Tolle Stadionatmosphäre gegen VfB und HSV

Es folgte erstmal eine Durststrecke von sechs Spielen ohne Sieg, in denen es dem SVS an der nötigen Durchschlagskraft fehlte. Der erneute Aufschwung war eng mit dem Namen Aziz Bouhaddouz verbunden, der entscheidende Tore beim Remis in Hannover, zum Sieg in letzter Minute gegen Fürth und gegen den VfB Stuttgart erzielte. Zwei frühe Tore des bulligen Stürmers ebneten den Weg zum 2:1-Sieg über den Ligakrösus vor ausverkauftem Haus. Ein weiteres Highlight im Dezember folgte zwei Wochen später, als das Heimspiel gegen den Hamburger SV (1:1) mit einem Treffen beider Fanlager im Vorfeld auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt und anschließender Bootsfahrt auf dem Neckar eingeleitet wurde. Beim Rückspiel sollte es in Hamburg wieder zu freundschaftlichen Begegnungen mit einer Nichtabstiegsfeier der Sandhäuser und einer Aufstiegsfeier der Hamburger kommen, doch es kam anders… Die Winterpause verbrachten die Kurpfälzer schließlich auf Rang 9 mit fünf Punkten Abstand zu den Abstiegsplätzen.

Negativserie und Corona waren zu bewältigen

In der Rückrunde kam vieles anders als geplant. Nach sechs Spielen mit der Ausbeute von zwei Punkten fand sich der SVS nahe der Abstiegsränge wieder. Am Freitag, den 13. März musste der Mannschaftsbus auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Aue aufgrund der kurzfristigen Spielabsage eine Kehrtwende einlegen.  Es war der Anfang der Corona-Pandemie, und auch der Fußball sollte für zwei Monate eine Pause einlegen. Als der Spielbetrieb wieder fortgesetzt und das Spiel bei Erzgebirge Aue mit 1:3 verloren wurde, waren die Schwarz-Weißen nur noch einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt.

Diekmeiers erstes Tor brachte die Wende

Doch fast schon parallel zu den Vorjahren, als man in prekären Situationen mit Siegen in Würzburg bzw. Magdeburg den Kopf aus der Schlinge zog, zeigten die Kurpfälzer wieder Stärke und siegten beim direkten Abstiegskontrahenten Wehen Wiesbaden durch das erste Tor von Kapitän Dennis Diekmeier nach 293 Spielen und elf Jahren als Profifußballer. Wichtig war hierbei die Umstellung von einer Vierer- auf eine Dreier-Abwehrkette, der durch Tim Kister zusätzliche Stabilität verliehen wurde. Den Sandhäusern war einiges an Last von den Schultern gefallen, und es folgten zwei der besten Saisonleistungen bei den Siegen gegen Hannover und in Fürth. Trainer Koschinat und Präsident Machmeier mussten eingestehen, dass das kraftintensive Spiel des SVS auch Spuren hinterlassen hat und die Akkus nach der Corona-Pause wieder aufgeladen werden mussten.

Die Kopfballstärke war ein Markenzeichen von SVS-Torjäger Kevin Behrens

Konstante Defensivleistung

Ein großes Plus war letztendlich die Konstanz besonders den Defensivverbund betreffend: Torhüter Martin Fraisl bestritt alle 34 Saisonspiele, Kapitän Dennis Diekmeier und Abwehrchef Aleksandr Zhirov fehlten nur bei einem Spiel genauso wie Mittelstürmer Kevin Behrens. 32 Spiele absolvierte Linksverteidiger Leart Paqarada und 31 Mal zum Einsatz kamen Denis Linsmayer und Gerrit Nauber. Die 45 Gegentore bedeuteten diese Saison den fünftbesten Wert, womit die Kurpfälzer zum wiederholten Male ihre Kompaktheit unter Beweis stellten.

Handlungsbedarf im Offensivbereich

Die große Konstante im Sturm, Kevin Behrens, erzielte 14 Saisontreffer und bereitete sieben Tore vor. Routinier Aziz Bouhaddouz hatte eine erfolgreiche Phase in der Hinrunde, in der alle seine sechs Saisontore erzielte, Julius Biada trumpfte an den letzten zehn Spieltagen bei fünf Toren und drei Vorlagen auf. Dennoch besteht in der Offensive am ehesten Handlungsbedarf, um auch wieder eine größtenteils sorgenfreie Saison 2020/21 zu spielen. Zudem muss die Lücke gefüllt werden, die Leart Paqarada hinterlässt, nachdem er nach sechs Jahren seinen Abschied aus Sandhausen verkündete. Doch entscheidend war, wie sich das Team nach schweren Phasen immer selbst aus dem Sumpf gezogen hat, und wie sagte der Sportliche Leiter Kabaca nach dem historischen 5:1 zum Saisonausklang in Hamburg: „Unsere Mannschaft hat heute ihren Riesencharakter mal wieder unter Beweis gestellt“. Am Ende reichte es bei 43 Punkten mit jeweils fünf Heim- und Auswärtssiegen zu einem erfreulichen 10. Platz. Darauf lässt sich weiter aufbauen.

Fotos: Kraichgausport

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