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SVS erwartet heißer Fight in Dresden
Nach dem Pokal-Aus gilt die volle Konzentration dem Abstiegskampf
Donnerstag, 1. November 2018

Im dritten Auswärtsspiel innerhalb von sieben Tagen gastiert Zweitligist SV Sandhausen am Freitag um 18.30 Uhr beim Tabellenelften Dynamo Dresden. Ziel der Kurpfälzer ist es an die positiven Offensivleistungen aus den ersten beiden Ligaspielen unter dem neuen Trainer Uwe Koschinat gegen Ingolstadt (4:0) und Paderborn (3:3) anzuknüpfen. Im Sturm scheint der Knoten geplatzt zu sein, nachdem Andrew Wooten und Fabian Schleusener zuletzt jeweils ihre Saisontreffer 2 bis 4 erzielten. Ebenso hat sich die Torschussquote mit 26 Schüssen deutlich erhöht, und in Paderborn wurde erstmals in dieser Saison nach einem Rückstand nicht verloren.

Erneut gab es gegen Heidenheim nichts zu holen

Mit 17 Gegentreffern nach elf Spielen hat sich der SVS in der laufenden Saison schon über die Hälfte der 33 Gegentreffer aus der Vorsaison eingefangen. Doch findet der Defensivverbund, in dem sich Neuzugang Jesper Verlaat dennoch als absolute Verstärkung erweist, zu alter Sicherheit zurück, stehen die Chancen gut, dass sich die Kurpfälzer unten herausarbeiten. Die erste Niederlage musste Trainer Koschinat in der zweiten DFB-Pokalrunde bei Ligakonkurrent und inzwischen Angstgegner 1 FC Heidenheim mit 0:3 hinnehmen. Auch wenn die Schwarz-Weißen sich gerne für das Achtelfinale qualifiziert hätten, so gilt nun alle Konzentration dem Abstiegskampf.

Innenverteidiger Tim Kister wird dem SVS aufgrund eines Mittefußbruchs lange fehlen

Unruhige Zeiten in Dresden

Während das Team von Trainer Koschinat wieder zur Vierer-Abwehrkette zurückgekehrt ist, bevorzugt Dresdens Trainer Maik Walpurgis die Dreier-Abwehrkette bei einer Sturmspitze. Anfang September löste der ehemalige Ingolstädter auf dem Trainerstuhl der Sachsen den besonnenen und beliebten Uwe Neuhaus ab, der zuvor drei Jahre bei den Ostdeutschen tätig war und den Verein 2016 zurück in die Zweite Liga führte. Nachdem man aber in der letzten Saison mit Platz 14 hinter den Erwartungen zurückblieb und in dieser Saison die Entwicklung stagnierte, brachte das Erstrundenaus im DFB-Pokal beim Regionalligisten SV Rödlinghausen das Fass zum Überlaufen und Neuhaus musste gehen. In unruhigen Zeiten beim Traditionsverein und achtmaligen Meister der ehemaligen DDR trat Ende September dann überraschend das komplette Vereinspräsidium zurück, nachdem es Machtkämpfe zwischen Präsidium und Vereinsführung gab.

Unbequemer und defensivstarker Gegner

Die Bilanz unter Walpurgis ist bei drei Siegen, drei Unentschieden und zwei Heimniederlagen gegen Hamburg und Fürth noch ausbaufähig. Am letzten Spieltag landeten die Sachsen mit einem Unentschieden beim noch einzig ungeschlagenen Zweitligisten Union Berlin einen Achtungserfolg, obwohl sie eine Stunde lang nach einer Gelb-Roten Karte für Mittelfeldspieler Ioannis Nikolaou, der folglich gegen den SVS fehlen wird, auskommen mussten. Tendenziell ist Dresden, das mit elf Gegentoren zu den defensivstärksten Teams der Liga zählt, ein unbequem zu bespielender Gegner. Schlüsselspieler sind der robuste Kapitän Marco Hartmann in der Hintermannschaft, der Mentalitätsspieler und Kämpfer Patrick Ebert im Mittelfeld sowie der senegalesische Stürmer Moussa Koné, der in den letzten sechs Spielen fünfmal traf. Auch Flügelflitzer Aias Aosman war zuletzt an drei Toren beteiligt.

Denis Linsmayer wird in Dresden wieder in der Sandhäuser Startformation stehen

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"Müssen bis zur letzten Patrone alles geben"

Doch all den Widrigkeiten zum Trotz erwartet SVS-Coach Koschinat von seiner Mannschaft, dass sie am Freitag in Dresden „bis zur letzten Patrone alles gibt. Da darf auch die durchaus wettbewerbseingreifende Ansetzung keine Ausrede sein. Wir dürfen in der 2. Liga nicht so einfach ´pressbar` sein, wie in Heidenheim, denn Dresden wird eine ähnliche Spielweise an den Tag legen. Auch Dynamo könne das Tempo jederzeit verschärfen und gemeinsam mit seinen Zuschauern fighten. Uns erwartet zum Abschluss der englischen Woche ein heißer Kampf, den wir aber gerne annehmen.“
Mit einem Heim-Zuschauerschnitt von über 28.000 Zuschauern, dies ist der drittbeste Zweitligawert hinter den Bundesliga-Absteigern Hamburg und Köln, hat Dynamo frenetische Anhänger hinter sich. In bester Erinnerung dürfte noch der 4:0-Überraschungscoup des SV Sandhausen letzte Saison in Dresden sein.

Dynamo ist bekannt für seine frenetischen Anhänger
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Kister zog sich Mittelfußbruch zu

Im Pokalspiel in Heidenheim zog sich Sandhausens Innenverteidiger Tim Kister einen Mittelfußbruch zu. Der ehemalige Dynamo-Spieler verletzte sich am gestrigen Abend in der Schlussphase der Partie bei der Landung nach einem Kopfballduell am rechten Fuß. Die medizinische Untersuchung ergab am heutigen Mittwoch die Diagnose Mittelfußbruch, derzeit wird eine Ausfallzeit von 10 bis 12 Wochen prognostiziert. Erst im März dieses Jahres zog sich der 31-Jährige im Training die gleiche Verletzung zu und fiel für den Rest der vergangenen Spielzeit aus. Kister stand in der Saison 2018/19 in jedem Pflichtspiel in der Startformation und hat von allen SVS-Spielern die längste Einsatzzeit.

Fotos: Kraichgausport

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