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TSG empfängt zum Jahresauftakt im Baden-Derby den SC Freiburg
Hoffenheim startet Aufholjagd - Lösbare Aufgaben im Januar
Donnerstag, 31. Dezember 2020

Die abgespeckte Winterpause in der Fußball-Bundesliga ist am Wochenende nach einer nur zweiwöchigen Pause wieder zu Ende. Berücksichtigt man noch die Pokalspiele kurz vor Heiligabend, so waren es nur zehn Tage, die den Vereinen nach den vielen Englischen Wochen blieben, um Luft zu holen und kurz durchzuatmen. So auch für die TSG Hoffenheim, die durch die Zusatzbelastung der Europa League-Gruppenphase überdurchschnittlich viele Pflichtspiele in einem engen Zeitkorridor zu bestreiten hatte.

TSG-Keeper Oliver Baumann trifft im Baden-Derby auf seinen ehemaligen Verein SC Freiburg
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Es fehlt die nötige Konstanz

Die Kraichgauer ließen im bisherigen Saisonverlauf jegliche Konstanz vermissen, Höhen und Tiefen wechselten sich ergebnistechnisch ständig ab. Während sich die TSG auf internationaler Bühne souverän für die K.o.-Runde qualifizierte, sind das bisherige Abschneiden im Ligaalltag sowie das frühzeitige Ausscheiden in der 2. Runde des DFB-Pokals eher enttäuschend. Unter dem neuen Trainer Sebastian Hoeneß konnte die Mannschaft nur zwei Bundesligasiege in Folge feiern. Nach dem Überraschungscoup gegen den FC Bayern München am 2. Spieltag ging es von Platz 1 kontinuierlich abwärts bis auf Rang 13. Der letzte Sieg des Jahres in Mönchengladbach bewahrte die Blau-Weißen davor, sich gefährlich den Abstiegsregionen zu nähern.

Freiburg zuletzt "Mannschaft der Stunde"

Mit 15 Punkten auf Platz 12 soll es jetzt nach 13 Spieltagen zügig in die obere Tabellenhälfte gehen. Voraussetzung hierfür ist ein Heimsieg im badischen Nachbarschaftsduell am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg. Eine Aufgabe, die es in sich hat. Die den bisherigen 20 Duelle zwischen Nord- und Südbadenern waren meistens sehr eng. Dabei haben die Gäste aus dem Schwarzwald mit sechs Siegen, fünf Niederlagen und neun Unentschieden knapp die Nase vorn. Das Team von  Christian Streich, der seit exakt neun Jahren als aktuell dienstältester Bundesligatrainer beim SCF tätig ist, ist seit fünf Spieltagen mit drei Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen. Drei Siege in Folge konnte zuletzt kein anderer Bundesligist aufweisen.

Stefan Posch (li.) gewinnt beim letzten Duell in Sinsheim gegen Freiburg ein Kopfballduell
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Duell der Topstars Kramaric und Grifo

Mit ein Garant für den Aufwärtsschwung des SC ist der italienische Nationalspieler Vincenzo Grifo, der mit sechs Bundesligatreffern bereits einen persönlichen Saisonrekord aufstellte. Der technisch hochveranlagte ehemalige Hoffenheimer, zu dessen Spezialitäten vor allem die Standards zählen, ist ein wichtiger Bestandteil des Freiburger Mittelfeldes. Demgegenüber vertrauen die Gastgeber auf die Torgefährlichkeit ihres kroatischen Stürmers Andrej Kramaric, der gegen die Freiburger in sechs Bundesligaspielen bereits sechs Mal traf. Wie wichtig der Vizeweltmeister für sein Team ist, zeigt die Statistik: Mit Kramaric holte die TSG in neun Ligaspielen 14 Punkte, ohne ihn in vier Partien nur einen Zähler. Nachdem er nach seiner Coronaerkrankung in den letzten Spielen noch nicht seine volle Leistungsfähigkeit abrufen konnte, ist man bei den Kraichgauern zuversichtlich, dass nach dem Jahreswechsel die Schwächephase des Torgaranten überwunden ist.

Torjäger Andrej Kramaric beim Trainingsauftakt nach der kurzen Winterpause. Kann der Kroate am Samstag gegen die Breisgauer seine Trefferquote ausbauen?

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Die nächsten Gegner stecken alle im Abstiegskampf

Bis auf die Langzeitverletzten Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic und Konstantinos Stafylidis hat Trainer Hoeneß personell wieder mehr Alternativen. Dennoch werden höchstwahrscheinlich Florian Grillitsch, Dennis Geiger und Pavel Kaderabek am Samstag nicht zur Verfügung stehen. Die Hoffenheimer haben es im Januar selbst in der Hand, sich in der Tabelle weiter hochzuarbeiten. In den nächsten Spielen geht es mit Schalke 04, Arminia Bielefeld, Hertha BSC Berlin und 1. FC Köln ausschließlich gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel. Im ersten Sinsheimer Geisterspiel des Jahres steht am Samstag Hoffenheims Bundesliga-Rekordspieler (236 Einsätze) Sebastian Rudy vor seinem insgesamt 300. Bundesligaeinsatz.

Fotos: Kraichgaufoto

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