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TSG Hoffenheim gründet Lifestyle-Marke umoja
Außergewöhnliche Aktion eines Bundesligisten
Donnerstag, 28. November 2019

Es ist eine in der Fußball-Bundesliga bislang einzigartige Aktion, die die TSG Hoffenheim heute vor der turnusmäßigen Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf in dafür speziell im afrikanischen Design gestaltenen Räumlichkeiten im Schloss Seehälde auf dem Trainings- und Geschäftsstellenzentrum in Zuzenhausen präsentierte. Der Kraichgauer Bundesligist hat die Textil- und Lifestyle-Marke umoja gegründet. Unter dem Motto „UNITY IN MOTION – Gemeinsam in Bewegung“ soll die im ostafrikanischen Uganda hergestellte Kleidung nicht nur Lifestyle, sondern auch eine klare Haltung symbolisieren. Der Begriff umoja kommt aus der ugandischen Landessprache Swahili und bedeutet „Einheit“.

Etwas für die Menschen und den schwarzen Kontinent geben

„Gemeinsam etwas bewegen, gemeinsam etwas erreichen, gemeinsam Haltung zeigen für eine nachhaltige Entwicklung, und als führender deutscher Fußballverein etwas zu geben für die Menschen und die Natur des afrikanischen Kontinents – dafür steht die Marke umoja“, sagt Dr. Peter Görlich. Der TSG-Geschäftsführer  legt Wert auf einen engen Austausch mit den Menschen vor Ort bei all den verschiedenen Projekten unterschiedlichster Art in Afrika: „Es ist wichtig viel und oft vor Ort zu sein, um mit den Menschen zu sprechen.“

Ein afrikanischer Junge trägt einen umoja-Pulli mit dem speziellen, auffallenden Firmenlogo

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Entwicklungsthemen ansprechen und aktive Angebote unterbreiten

Im Rahmen der Zukunftsstrategie ‚TSG ist Bewegung‘ kooperiert der Klub zudem seit mehr als einem Jahr mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). „Die neue Marke umoja möchten wir dafür einsetzen, um einerseits für Entwicklungsthemen zu sensibilisieren und andererseits auch aktiv Angebote zur Teilhabe bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung zu unterbreiten. Wir sind das spannende Projekt angegangen, haben uns vor Ort umgeschaut “, sagt TSG-Geschäftsführer Frank Briel.

Klimaneutralität an erster Stelle – Aufforstungsprojekt in Uganda

Seit August diesen Jahres stellt die TSG Hoffenheim all ihre Aktivitäten unter Klimaneutralität. Mit den CO2-Kompensationen des Vereins werden in Uganda bereits mehrere Aufforstungsprojekte unterstützt. „Wir gehen nun einen wesentlichen Schritt weiter: Für eine nachhaltige Entwicklung Afrikas müssen wir faire Marktzugänge auf Augenhöhe schaffen“, sagt Dr. Peter Görlich. „Der Grundgedanke von ‚TSG ist Bewegung‘ basiert auf der Verbindung von Wachstum mit gesellschaftlichen Mehrwerten“, erklärt Stefan Wagner, Leiter der Stabstelle Unternehmensentwicklung bei der TSG. „Mit dieser Strategie, die sich auch immer am Nutzen für die Gesellschaft orientieren soll, setzt die TSG im Profifußball ein klares Zeichen.“ Mit der Strahlkraft, dem Netzwerk und den infrastrukturellen Möglichkeiten eines Fußball-Bundesligisten möchte die TSG Hoffenheim ein außergewöhnliches Beispiel für eine innovative und nachhaltige Produktentwicklung liefern.

Die Hoffenheimer Sargis Adamyan, Luana Bühler, Lena Lattwein, Ihlas Bebou und Andrej Kramaric präsentieren die neue Marke umoja

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Partnerschaft zwischen der TSG und Bundesentwicklungsministerium

„Seit Jahren setzt die TSG Hoffenheim auf Nachhaltigkeit und übernimmt damit Verantwortung weit über den Fußball hinaus“, sagt Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Ich freue mich, dass die enge Partnerschaft zwischen der TSG und dem Bundesentwicklungsministerium Früchte trägt. Mit der in Afrika nachhaltig hergestellten Textilmarke unterstützt die TSG faire Arbeitsplätze in Afrika und trägt soziale Verantwortung in die Fankurve.“

Zu 100 Prozent in Uganda hergestellt

Die umoja-Kollektion ist zu 100 Prozent in Uganda hergestellt worden. Die Baumwolle ist in der Kasese-Region im Westen des Landes angebaut sowie geerntet worden und „Cotton made in Africa“-zertifiziert. Dieses hochwertige Siegel bedeutet, dass nur Kleinbauern partizipieren, die ausschließlich Regenfeldbau betreiben, das heißt ohne künstliche Bewässerung arbeiten. Kinderarbeit und Zwangsarbeit sind verboten, es gilt Lohngleichheit von Frau und Mann, die Nutzung von gentechnisch verändertem Saatgut ist ausgeschlossen. Doch nicht allein für Anbau und Ernte gelten möglichst faire und sichere Bedingungen – die gesamte Wertschöpfung bis hin zum fertigen Produkt, ob T-Shirt, Longsleeve oder Hoodie (jeweils in Varianten für Frauen, Männer und Kinder) wird in Uganda geleistet. Als Partner der TSG Hoffenheim ist die in der ugandischen Hauptstadt Kampala sitzende Firma Fine Spinners für die Weiterverarbeitung verantwortlich. Die moderne, stilsichere Kollektion ist in der Gestaltung an traditionelle, modern veredelte Ethno-Muster angelehnt.

Pressekonferenz mit der Vorstellung der Textil- und Lifestyle-Marke umoja

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Teilerlös fließt zurück nach Uganda

Zu den zahlreichen positiven Effekten der umoja-Produktion vor Ort, vom Klimaschutz über Ressourcenschonung bis hin zu mehr und sozial fairer Arbeit, gesellt sich auch ein Transfer finanzieller Mittel: Zehn Prozent der in Deutschland erzielten Erlöse aus der umoja-Kollektion fließen direkt zurück zu den Menschen in Uganda, wo die TSG Hoffenheim konkrete Initiativen in den Themen Bildung und nachhaltige Entwicklung umsetzt. Briel bezeichnet dies treffend mit einer für beide Seiten „Win-Win-Situation“! Mehr Infos und zum Online-Shop: www.umoja.blue

Auch Schreuder fand daran Gefallen

TSG-Trainer Alfred Schreuder fand spontan Gefallen bei der Vorstellung: "Ich habe heute auch zum ersten Mal die Kleidungsstücke gesehen und finde die Kollektion der Pullover und T-Shirts  sehr schön." In Anbetracht, dass die beiden Geschäftsführer, der Pressesprecher und die Vereinsmitarbeiter bei der Vorstellung alle die neuen Pullis getragen haben, sagte der Niederländer mit einem Augenzwinkern: "Ich gehe davon aus, dass wir vom Verein auch etwas davon bekommen."

Fotos und Quelle: TSG Hoffenheim und Kraichgaufoto

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