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TSG hofft auf Fortsetzung der Erfolgsserie gegen die "Mannschaft der Stunde"
Schlägt Köln-Schreck Kramaric wieder zu?
Mittwoch, 13. Oktober 2021

Nach der Länderspielpause rollt am Wochenende wieder der Bundesligafußball. Den 8. Spieltag eröffnet die TSG Hoffenheim im Flutlichtspiel am Freitagabend um 20.30 Uhr in Sinsheim gegen den 1. FC Köln. Nach den zuletzt enttäuschenden Zuschauerzahlen bei den ersten drei Heimspielen erwarten die Kraichgauer eine nahezu "ausverkaufte" Arena. Laut Auskunft des stellvertretenden TSG-Pressesprechers Jörg Bock sind bereits alle Sitzplätze vergriffen, es gibt lediglich noch Stehplatztickets, die für Dauerkartenbesitzer und Vereinsmitglieder erhältlich sind. Unter den zulässigen maximal 15.075 Zuschauern werden rund 2.500 Köln-Fans erwartet. Die Spielansetzung sorgte vor allem bei den Gästen für Unbehagen. Nachdem die fünf Leistungsträger Skhiri, Duda, Kainz, Ljubicic und Schaub auf Länderspielreise waren, konnte Trainer Steffen Baumgart erst am heutigen Mittwoch wieder komplett mit dem Team trainieren. Doch auch die Hoffenheimer mussten auf eine Reihe von Nationalspielern verzichten, was sich am Ende dann wieder ausgleichen dürfte. Besonders kurios ist die Tatsache, dass noch am Dienstagabend beim Länderspiel der österreichischen Nationalmannschaft in Dänemark die Kölner Kainz, Ljubicic und Schaub sowie die Hoffenheimer Grillitsch und Posch zusammenspielten, ehe sie sich drei Tage später als Gegner gegenüberstehen.

Nach den bislang enttäuschenden Zuschauerzahlen, werden am Freitagabend deutlich mehr Besucher erwartet
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Köln zählt zu den Überraschungsteams

Während sich die Gastgeber nach der enttäuschenden Vorstellung am letzten Spieltag beim 1:3 in Stuttgart als Tabellenelfter keine weitere Niederlage leisten können, um die allgemeine Unzufriedenheit bei den Fans nicht noch größer werden zu lassen, können die Rheinländer recht entspannt die Reise in den Kraichgau antreten. Das Geißbock-Team hat sich nach drei Siegen, drei Unentschieden und erst einer Niederlage überraschend auf Platz 6 etabliert. Was in der laufenden Saison einzig noch fehlt ist ein Auswärtssieg. Dabei gab es mit einem 2:3 beim FC Bayern und zwei 1:1-Unentschieden in Freiburg und Frankfurt dennoch Achtungserfolge.

Mannschaft der Stunde

Für TSG-Trainer Sebastian Hoeneß strotzen die Gäste vom Rhein derzeit gerade so vor Selbstvertrauen: „Sie haben die Erwartungen in dieser Saison übertroffen, indem sie sehr mutig Fußball spielen. Das liegt an Steffen Baumgart, aber auch an den Spielern. Sie sind eine Mannschaft der Stunde.“ Um gegen dieses Team bestehen zu können, erhofft sich der Hoffe-Coach von seinen Spielern ein deutlich anderes Gesicht und auch eine andere Herangehensweise wie zuletzt in Stuttgart: „Für einen solchen Fußball wollen wir nicht stehen. Wir werden eine Leidensfähigkeit brauchen. Wir müssen gegen Köln dagegenhalten.“

TSG-Coach Sebastian Hoeneß und sein Team müssen gegen Köln liefern, sonst nimmt die aufkommende Kritik weiter zu
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TSG seit zehn Spielen gegen Köln ungeschlagen

Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Bundesligaspielen erhofft man sich bei den Hoffenheimern, die bisherige Erfolgsserie mit zehn ungeschlagenen Bundesligaspielen gegen die Kölner fortsetzen zu können. Die letzten sechs Duelle wurden bei einem Torverhältnis von 20:4 allesamt gewonnen, die Geißböcke feierten letztmals vor sechs Jahren einen 3:2-Heimsieg über die Nordbadener.

Köln-Schreck Kramaric

Ein Erfolgsgarant für diese Serie ist der kroatische Nationalstürmer Andrej Kramaric, der noch keines seiner sieben Bundesligaspiele gegen die Rot-Weißen (fünf Siege, zwei Remis) verloren hat und in den letzten beiden Duellen gegen den FC fünf Treffer beisteuerte. Allgemein hängt vieles bei den Hoffenheimern von der Torgefährlichkeit ihres Rekordtorschützen ab. Läuft´s bei Kramaric, läuft´s auch im Team. Trifft er oder bereitet er, wie zu Saisonbeginn vier Mal in Folge, Treffer seiner Mitspieler vor, kann am Ende meistens gejubelt werden. Hat der 30-Jährige jedoch mal eine Torflaute, hapert es im Sturmzentrum und letztendlich auch am Erfolg. Einzig der Däne Bruun Larsen konnte im bisherigen Saisonverlauf mit drei Treffern an vorderster Front auf sich aufmerksam machen. 

David Raum feierte bei seinem zweiten A-Länderspieleinsatz die WM-Qualifikation für Katar 2022
"Müssen auf Kramaric höllisch aufpassen"

Kölns-Torhüter Timo Horn warnt bereits im Vorfeld in einem Bild-Interview vor Kramaric: „Auf ihn ein Hauptaugenmerk zu legen, ist schon wichtig. Das haben wir in den letzten Jahren nicht genug geschafft. So einen Spieler ganz auszuschalten, ist schwer. Er hat schon eine Qualität über 90 Minuten, sich immer wieder Situationen zu erspielen. Da müssen wir höllisch aufpassen.“ Dennoch zeigt sich Horn nach den letzten Liga-Ergebnissen optimistisch: „Wir fahren selbstbewusst dahin und wollen dort unseren Fußball durchsetzen. Dann haben wir wieder eine Chance, drei Punkte mitzunehmen. Das waren immer wilde Spiele in Hoffenheim. Wenn man sich auf dieses Hin-und-Her einlässt, dann hat die TSG schon Spieler, die sehr stark sind und Situationen lösen können.“

Raum feiert Startelf-Debüt im Nationaldress

Einen phänomenalen Karrieresteilflug legte in den vergangenen Monaten TSG-Neuzugang David Raum hin. Der Defensivspieler feierte zuletzt beim 4:0-Auswärtserfolg der deutschen Nationalmannschaft im nordmazedonischen Skopje sein gelungenes Startelf-Debüt. Das Team von Bundestrainer Hansi Flick sicherte sich dabei gleichzeitig die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Raum war mit der Leistung und dem Ergebnis bei seinem zweiten Länderspieleinsatz sehr zufrieden: „Ich habe versucht, meine Stärken einzubauen: das Flankenspiel und den Drang nach vorn. Ich bin sehr stolz, von Beginn an dabei gewesen zu sein.“ Mit Sicherheit wird dies dem 23-jährigen gebürtigen Nürnberger in den nächsten Spielen weiter Auftrieb geben - am besten schon am Freitagabend gegen den 1. FC Köln. 

Fotos: Kraichgaufoto

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