„Mainz wie es singt und lacht – aber die Punkte bleiben hier„
Nach der letzten Länderspielpause der Saison 2025/26 wird der Bundesliga-Spielbetrieb mit dem 28. Spieltag fortgesetzt. In der Saisonendphase empfängt die TSG Hoffenheim am Ostersamstag in der Sinsheimer Arena um 15:30 Uhr den FSV Mainz 05. Die Gastgeber haben sich im Vorfeld der Partie zur Einstimmung sowie zum Ankurbeln des Kartenverkaufs einen flotten, lustigen Spruch einfallen lassen: „Mainz wie es singt und lacht – aber die Punkte bleiben hier“. Dies hört sich leichter an, als es tatsächlich ist.
Unter Zugzwang
Nach der enttäuschenden 0:5-Niederlage am letzten Spieltag bei RB Leipzig und dem Abrutschen von Platz 3 auf 5 sind die Kraichgauer im Kampf um einen der begehrten drei Champions League-Plätze etwas unter Zugzwang geraten. Angesichts des direkten Aufeinandertreffens zwischen dem Dritten VfB Stuttgart und dem Zweiten Borussia Dortmund bietet sich der TSG die Chance, verloren gegangenen Boden am Wochenende – vorausgesetzt der schwäbiche Nachbar gib zu Hause Punkte ab – wieder gut zu machen.

Für die Nullfünfer geht es weiter nach oben
Dass dies gegen die wiedererstarkten Rheinhessen keine leichte Aufgabe wird, dürfte hinlänglich bekannt sein. Seit Trainer Urs Fischer die Nachfolge des Dänen Bo Henriksen den FSV als Schlusslicht nach dem 13. Spieltag übernommen hat, ging es wieder steil nach oben. Seit nunmehr fünf Bundesligaspielen in Folge ist der selbsternannte Karnevalsverein ungeschlagen. Nach einem 2:1-Sieg am letzten Spieltag über Eintracht Frankfurt kletterten die Nullfünfer auf Platz elf, ihrer bislang besten Saisonplatzierung.
Im Viertelfinale der Europa League
Die Mainzer spielen zudem noch eine starke Saison in der UEFA Europa Conference League und stehen dort im Viertelfinale, wo sie auf Racing Straßburg treffen. Die Auftritte auf europäischer Bühne haben dem Team zusätzliches Selbstvertrauen beschert, die Doppelbelastung scheint sie zusätzlich zu puschen.

Immer wieder intensive Duelle
Die Duelle zwischen Hoffenheim und Mainz stehen für hohe Intensität, intensive Zweikämpfe und viele Tore. Gegen die Mainzer gab es für die Ilzer-Truppe bei nur einem Sieg aus den letzten sechs Duellen wenig zu holen. Mit insgesamt 15 Erfolgen haben die 05er gegen keinen anderen Erstligisten mehr Siege eingefahren.
Den 16. Saisonsieg vor Augen
Nach zuletzt zwei vergeblichen Versuchen gegen den VfL Wolfsburg und RB Leipzig winkt den Blau-Weißen am Samstag der 16. Saisonsieg, was gleichbedeutend mit der Einstellung des Rekordes über die gesamte Saison 2016/17 unter Trainer Julian Nagelsmann bedeuten würde.

Den Mainzern liegen die Top-Clubs
Den Mainzern scheinen die Top-Klubs zu liegen. Anders ist es nicht erklärbar, dass sie ausgerechnet gegen fünf der sechs Champions League-Kandidaten gepunktet haben. Neben dem 1:1 im Hinspiel, folgten mit einem 2:2 in München, 2:1 in Leipzig, 1:1 in Leverkusen und 2:2 gegen Stuttgart weitere Überraschungsergebnisse. Punkte, die man angesichts der Tabellensituation im Vorfeld nicht einkalkulieren konnte.


„Nur um zu verteidigen, fahren wir ganz sicher nicht nach Hoffenheim“
FSV-Coach Urs Fischer über die Aufgabe gegen die TSG
Der Mainzer Trainer Urs Fischer zur Herangehensweise beim Gastspiel in Sinsheim: „Unsere Resultate zuletzt waren gut. Zuversicht und Selbstvertrauen sind größer geworden. Die Mannschaft ist kompakt, versucht, die Basics abzurufen. Du darfst nicht weniger laufen, nicht langsamer als der Gegner. Gleichzeitig geht es darum, Fußball zu spielen. Nur um zu verteidigen, fahren wir ganz sicher nicht nach Hoffenheim. Wir wollen mutig sein und am Limit agieren.“

Kleine Formkrise
Bei den Gastgebern sieht es aktuell etwas anders aus, sie sind – zumindest ergebnistechnisch – etwas aus dem Tritt gekommen. Die fehlende Leichtigkeit und Effizenz sowie die schwache Chancenverwertung, trotz teilweise spielerischer Überlegenheit, kosteten wertvolle Punkte im Kampf um die Königsklasse. Nur fünf Punkte aus den letzten fünf Spielen haben die TSG aus den Champions League-Rängen fallen lassen.
Vielleicht kam die Länderspielpause genau zum richtigen Zeitpunkt, um mit etwas Abstand aufgrund der vielen Länderspielabstellungen den Reset-Knopf zu drücken, um im Saisonendspurt nochmal richtig Gas zu geben.
Das Restprogramm
Das Restprogramm ist ganz schön anspruchsvoll. Nach dem Heimspiel gegen Mainz geht es gegen Augsburg (A), Dormund (H), HSV (A), Stuttgart (H), Bremen (H) und Gladbach (A). Doch wer in der nächsten Saison in der europäischen Eliteliga mitmischen möchte, der muss sich solch einer Aufgabe stellen.
Fotos: Kraichgaufoto und foto2press













