Hoffenheim beendet November-Tristesse mit Torspektakel

4:3 Heimerfolg gegen Hannover 96 – Freitagabend-Spiel beim Borussia Dortmund
Die TSG 1899 Hoffenheim konnte das Verfolgerduell um die internationalen Ränge im Samstagabendspiel vor der enttäuschenden Kulisse von nur  22.716 Zuschauern mit 4:3 für sich entscheiden. Diejenigen die nicht kamen, hatten einiges versäumt. Es scheint sich immer noch nicht herumgesprochen zu haben, dass das Spektakel mit höchstem Unterhaltungswert in die Sinsheimer Erlebnis-Arena zurückgekehrt ist.
Die Kraichgauer  boten erneut ein Torspektakel und beendeten ihre Novembertristesse mit drei Niederlagen in Serie.
Nach anfänglichem Abtasten hatten die TSG die erste dicke Chance. Der neu ins Team gekommene Sven Schipplock nagelte aus kurzer Distanz das Leder an die Querlatte. Auf der anderen Seite setzte der Ex-Hoffenheimer Joselu völlig frei vor Torhüter Oliver Baumann den Ball knapp neben den Pfosten.  Der erste große Aufreger folgte wenig später. Nachdem Kevin Volland an der Strafraumlinie gefoult wurde, entschied WM-Schiri Dr. Felix Brych fälschlicherweise auf Freistoß. Es war nicht die einzige Fehlentscheidung, des mit Pfiffen empfangenen Referee, der den TSG-Fans noch allzu gut durch das ominöse Phantom-Tor des Leverkusens Stefan Kiesling in Erinnerung ist. Diese Fehlentscheidung blieb jedoch im Nachhinein ohne große Folgen, denn Pirmin Schwegler verwandelte mit einem wuchtigen Knaller den Freistoß zur 1:0 Führung in die Maschen (19. Min.). Ein schulbuchmäßiger Konter in der 37. Minute über Schipplock und Kim verwandelte Volland mit seinem zweiten Saisontreffer zur beruhigenden 2:0 Führung. Eine Fehlerkette brachte die Niedersachsen zwei Minuten vor der Pause zurück in die Partie. Nach einer Einwurf-Fehlentscheidung schalteten die 96iger schnell und verkürzten durch Lars Stindl per Kopfball aus fünf Meter auf 1:2. Torhüter Baumann sah dabei äußerst schlecht aus, indem er nicht entschlossen aus dem Tor kam.
Während die TSG zu Beginn des zweiten Spielabschnitts das Geschehen bestimmte, fiel der Ausgleich wie aus dem Nichts. Nach tollem Spielzug erzielte Joselu völlig freistehend das 2:2. Er beendet damit seine 12-stündige Torflaute, ausgerechnet gegen die Ex-Kollegen. Die Antwort der Blau-Weißen kam postwendend und gewaltig. Innerhalb von vier Minuten stellten sie den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Zunächst hämmerte Eugen Polanski mit einem gewaltigen Distanzschuss den Ball mit links hoch ins rechte Eck (59. Min.) und kurz darauf  erhöhte Niklas Süle per Kopfball zur beruhigenden 4:2 Führung.
Hannover gab jedoch nicht auf und verkürzten, nachdem sie schon einige gute Möglichkeiten ungenutzt ließen, erneut durch Stindl auf 3:4. Vorausgegangen war ein Abwurffehler des öfters unsicher wirkenden Baumanns.
Am Ende blieb es beim knappen, aber letztendlich verdienten Heimerfolg, der die Nordbadener auf Platz acht schob.
Während Gästetrainer Tayfun Korkut bemängelte, dass drei Auswärtstore nichts Zählbares einbrachten, war 1899-Coach Markus Gisdol rundum zufrieden mit den Leistungen seines Teams. Gisdol: „In der Schlussphase wirkte meine Mannschacht etwas verunsichert. Verständlich – nach drei Niederlagen lähmt der Kopf in gewissen Phasen auch die Beine. Dennoch sehe ich uns stabil, wobei wir noch etwas zulegen müssen.“ Die 14 Gegentore der letzten vier Partien kommentierte er kurz und knapp: „Gegentore sind immer schlecht“.
Die TSG eröffnet den 14. Spieltag am Freitagabend (20.30 Uhr) bei Borussia Dortmund. Diese Konstellation lässt ein erneutes Spektakel erahnen, zumal die auf einen Abstiegsplatz rangierenden Borussen sich in einer ungewohnten und heiklen Situation befinden.

Volland scheitert an Torhüter Zieler, Foul an Volland im Strafraum, Schiri Brych entscheidet aber auf Freistoss ..., ... den Schwegler zum 1:0 verwandelt, Der finke Kim legt vor auf Volland, der ..., ... mühelos zum 2:0 einschießt, Jubel in der Hoffenheimer Fankurve, Eugen Polanski nimmt Maß und ..., ... erzielt die 3:2 Führung, Tarik Elyounoussi mit Seitfallschuss, Das Duell Süle gegen Joselu endete Unentschieden, Eine der wenigen gelungenen Aktionen von Schiri Brych, Süle erzielt per Kopf das 4:2, und Jubel nach dem Abpfiff vor der Südkurve mit den TSG-Fans

Artikel teilen

WERBUNG