Im Derby stehen beide unter Zugzwang

Das Baden-Württemberg-Derby zwischen der TSG 1899 Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart steht an diesem Samstag (Beginn: 15:30 Uhr) in der Sinsheimer WIRSOL-Rhein-Neckar-Arena auf dem Programm. Die Voraussetzungen sind klar: Hoffenheim strebt nach den ersten Rückrundenpunkten, Stuttgart möchte mit aller Macht die rote Laterne als Tabellenletzter abgeben.
TSG-Manager Alexander Rosen sah nach der 0:3 Niederlage in Wolfsburg am letzten Spieltag wenigstens eine positive Erkenntnis: „Die Gewissheit ist vorhanden, dass die Art und Weise, wie wir spielen, funktioniert. Was unbedingt besser werden muss, ist die Chancenverwertung. Ich bin zuversichtlich, dass wir gegen Stuttgart wieder erfolgreicher spielen werden.“

Für die Nordbadener kommt das Prestigeduell einem Schlüsselspiel gleich. Nur ein Heimsieg bringt das Team wieder in die Spur, lässt die Stimmen einer schleichenden, statistisch belegten, Formkrise verstummen. Nach zuletzt drei Niederlagen innerhalb von nur sechs Tagen bleiben die Kraichgauer das einzige Bundesligateam, das 2015 noch keinen Punkt holte. Nur neun Punkte aus zuletzt elf Spielen entsprechen nicht den Zielsetzungen und gehobenen Ansprüchen in Richtung obere Tabellenregionen. Den dabei im Schnitt erzielten zwei Treffern pro Partie standen 26 Gegentore gegenüber. Ein deutliches Indiz dafür, wo es krankt.

Innenverteidiger Ermin Bicakcic: „Wir bekommen zu einfache Gegentreffer. Wir müssen mit allen Mann offensiv  und vor allem auch defensiv arbeiten, um jeden Schweißtropfen  und jeden Punkt fighten, dann geht es auch wieder aufwärts.“
Positiv stimmt dabei die deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte in Wolfsburg, wo bessere Abstimmungen erkenntlich waren, die Offensivabteilung immer besser ins Rollen kam und es nur versäumte, die vielen guten Torchancen zu verwerten. In der vergangenen Trainingswoche wurde in den Übungseinheiten hierauf ein verstärktest Auge gerichtet.
Wenn es gelingt die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden sowie bei der Chancenverwertung cleverer und erfolgreicher zu agieren, dürfte einem Heimsieg gegen die Bad Cannstatter nichts im Wege stehen.
Der VfB tut sich schwer in die Spur zu kommen. An Trainer Huub Stevens, seit acht Spieltagen für Armin Veh im Amt, wird mehr und mehr gezweifelt. Die defensive Spielausrichtung bringt weder Punkte noch Erfolg. Seit 407 Minuten ist der VfB torlos, hat in sechs Heimspielen in Folge kein eigenes Tor erzielt. Die Rot-Weißen aus der Landeshauptstadt warten sehnlichst auf den Befreiungsschlag. Der Optimismus ist nicht all zu groß, dass dieser ausgerechnet beim badischen Nachbarn glückt.

Fotos: Kraichgaufoto

Modeste war im Hinspiel gefährlichster Hoffenheimer, Polanski fehlt am Samstag aufgrund seiner 5. gelben Karte, und Dafür rückt höchstwahrscheinlich Ex-VfB-ler Rudy zurück in die Startformation

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