Jetzt fehlt nur noch das Sahnehäubchen – Mit einem Sieg über den VfB könnte die TSG ein dickes Ausrufezeichen setzen

Spannendes Duell um die Königsklasse

In den noch zu absolvierenden drei Bundesliga-Spieltagen der Saison 2025/26 steigt die Spannung um die Endplatzierungen bei den 18 Erstligisten. Am 32. Spieltag duellieren sich gleich vier Champions League-Anwärter in zwei Aufeinandertreffen. Nachdem am Samstagnachmittag die TSG Hoffenheim und der VfB Stuttgart sich in Sinsheim um 15:30 Uhr im baden-württembergischen Nachbarschaftsduell in der Arena am Technik-Museum gegenüberstehen, treffen drei Stunden später RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen aufeinander.

Beim letzten Duell in Sinsheim zwischen der TSG und dem VfB im Februar 2025 sorgten die Hoffe-Fans für mächtig „Feuer unterm Dach“

Heimspiel soll nicht mehr zum Auswärtsspiel werden

Hoffenheims Sportchef Andreas Schicker hatte schon bei der Mitgliederversammlung am 9. März an die Mitglieder appelliert, dass es dieses Mal nicht erneut stimmungsmäßig anstatt eines Heim- ein Auswärtsspiel werden soll. „Wir haben dieses Mal bewusst den freien Kartenverkauf für das Stuttgart-Spiel erst später gestartet, damit unsere Fans sich zuerst mit Karten eindecken können. Ich gehe deshalb davon aus, dass wir am Samstag nicht mehr als 5.000 VfB-Fans im Stadion haben werden“, mutmaßt der Österreicher. Zur Erinnerung: Bei letzten Schwaben-Gastspiel war annähernd die halbe Arena Rot-Weiß. Dies dürfte sich nicht mehr wiederholen, man hat daraus gelernt.

Hoffenheims Prass (li.) im Zweikampf mit Stuttgarts Stiller

Spannender Direktvergleich

Beim Königsklassen-Duell stehen sich zwei punktgleiche Teams gegenüber, bei dem die Gäste lediglich ein um vier Treffer besseres Torverhältnis aufweisen. Auch wenn diese Partie einen richtungsweisenden Charakter einnimmt, so fällt vor den folgenden beiden Spieltagen noch keine endgültige Entscheidung. Während Hoffenheim anschließend Bremen empfängt und beim Saisonabschluss nach Mönchengladbach muss, empfängt Stuttgart am vorletzten Spieltag Leverkusen und gastiert am 34. Spieltag beim hessischen Nachbarn Frankfurt. Auf den ersten Blick eine womöglich etwas einfachere Aufgabe für die Kraichgauer, was aber nicht viel aussagt.

Daumen drücken für Bayern und Freiburg

Allgemein drücken alle vier Kontrahenten den Bayern in der Champions League und Freiburg in der Europa League die Daumen fürs Weiterkommen, was zur Folge hätte, dass eventuell zusätzlich Platz fünf noch für die Quali zur Königsklasse reichen würde. Hierbei wird im spannenden und knappen Vergleichswettkampf zwischen der Bundesliga und der spanischen Primera División erst nach Saisonende eine Entscheidung fallen.

TSG-Stürmer Touré enteilt seinem Stuttgarter Gegenspieler

Es fehlt nur noch das Sahnehäubchen

Bei den Hoffenheimern scheint man ohne großen Druck und Stress die letzten drei Spieltage anzugehen. Schließlich ist das Saisonziel durch die bereits feststehende Qualifikation für die Europa League bereits übertroffen. Alles was jetzt noch draufgepackt werden kann, ist ein zusätzlicher Bonus – das sogenannte Sahnehäubchen.

Königsklasse wäre die Saisonüberraschung

Zweifellos würde die zweite Teilnahme am höchstklassigen europäischen Wettbewerb einer Sensation gleichkommen. Nach dem bitteren Abstiegskampf in der Vorsaison wäre dies jetzt womöglich die Saison-Überraschung schlechthin.

Vladimir Coufal setzt an zu einer seiner gefährlichen Flanken in den gegnerischen Strafraum

Duell der Flankengötter

Beim Duell am Samstag können sich die Zuschauer in der restlos ausverkauften Arena auf ein Flankenfestival einstellen, schließlich zählen beide Mannschaften nach dem FSV Mainz zu den Teams mit den bislang meisten Flanken in der Liga. Auch was die daraus resultierenden Torschüsse anbelangt, belegen Stuttgart (81) und Hoffenheim (80) die Ligatopwerte. Verantwortlich sind hierbei die beiden Flankengötter Vladimir Coufal bei der TSG und Leweling beim VfB.

VfB-Jubiläen

Für die Bad Cannstatter stehen am Samstag zwei besondere Jubiläen bevor: Die Partie in Sinsheim ist das insgesamt 2.000. Bundesliga-Spiel und zugleich 1.000. Auswärtsspiel der Kicker mit dem roten Brustring. Diese Marken werden nur noch von den Bayern und Bremen übertroffen.

Zuletzt gab es wieder mehr Grund zum Feiern bei den TSG-Profis: Von links: Leon Avdullahu, Fisnik Asllani, Wouter Burger, Grischa Prömel und Vladimir Coufal

Weiterer TSG-Rekord noch möglich

Nachdem am letzten Spieltag mit dem 17. Saisonsieg die Nordbadener einen neuen Vereinsrekord aufgestellt haben, steht ein weiterer in Aussicht. Sollte die Ilzer-Truppe gegen Stuttgart und eine Woche später gegen Bremen zu Hause siegen, würde der bisherige Rekord mit elf Heimsiegen – aufgestellt in der Spielzeiten 2016/17 und 2017/18 – eingestellt werden.

Zuletzt keine Heimsiege

Gegen die Schwaben tat sich die TSG zuletzt schwer, konnte keines der letzten vier Heimspiele für sich entscheiden. Letztmals siegte Hoffe im Februar 2022 über den „ungeliebten Nachbarn“ (2:1). TSG-Trainer war damals kein anderer als der jetzige VfB-Coach Sebastian Hoeneß. Allgemein taten sich Beide in den zurückliegenden drei Spielzeiten bei fünf Unentschieden und je einem Auswärtssieg schwer vor heimischem Publikum zu siegen. Man darf gespannt sein, ob diese Bilanz zwischen den beiden Champions League-Anwärtern ein Ende findet.

Auch die TSG-Fans sind am Samstag wieder gefordert

Wenig begeisterndes Hinspiel

Das Hinspiel kurz vor Weihnachten bot reichlich Magerkost und endete torlos. In einer weitestgehend chancenarmen Partie mit wenig Höhepunkten, dafür vielen Unterbrechungen, durften die Schwaben in der Nachspielzeit zwar jubeln, doch Stürmer Deniz Undav stand bei seinem Treffer knapp im Abseits. Den Fans beider Lager ist im Rückspiel eine hoffentlich interessantere und torreichere Partie zu wünschen, auch wenn für alle viel auf dem Spiel steht.

Fotos: Kraichgaufoto und foto2press

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