Platz 3 ist am Hardtwald jetzt das erklärte Ziel – SVS empfängt Absteiger Mainz

Die Zukunft von Interimstrainer Stotz bleibt weiter ungewiss

Im vorletzten Heimspiel der Saison empfängt der SV Sandhausen am 32. Spieltag der Regionalliga Südwest im Stadion am Hardtwald am Samstag um 14 Uhr den bereits als Absteiger in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar feststehenden TSV Schott Mainz. Die Zielsetzung für die Sandhäuser kann nur der fünfte Sieg in Folge lauten, nachdem das Team von Interimstrainer Kevin Stotz sich auch beim 2:1-Sieg bei Bayern Alzenau spielbestimmend und effektiv zeigte und den Aufwärtstrend bestätigte.

Ken Gipson brachte Sandhausen in Alzenau in der ersten Minute in Führung

Die Freude kehrt zunehmend wieder zurück

Ken Gipson bereits in der 1. Minute sowie Pascal Testroet mit seinem 19. Saisontreffer trafen in Alzenau vor der Anzahl von 510 Zuschauern, von denen ca. die Hälfte mitgereiste Sandhäuser Anhänger waren und denen ihr SVS gerade wieder mehr Freude bereitet.

Von Platz elf auf vier geklettert

Mittelfeldspieler Phil Halbauer: „Vier Siege in Folge tun natürlich gut – das dürfen wir jetzt auch mal genießen.“ Nach einem Sieg aus sieben Spielen nach der Winterpause haben sich die Kurpfälzer mit zuletzt vier Siegen von Rang 11 auf Platz 4 punktgleich mit dem Tabellendritten verbessert.

Phil Halbauer hat den Ball fest im Visier

„Es hat sich etwas entwickelt zwischen Mannschaft und Trainerteam“

SVS-Coach Stotz

Interimstrainer Stotz, der dem Team neues Leben eingehaucht hat, bestätigte: „Ja, es macht mir Spaß und es hat sich etwas entwickelt zwischen Mannschaft und Trainerteam.“

Mit jedem weiteren Sieg empfiehlt sich Kevin Stotz für eine Verlängerung seines Engagements als Trainer des Regionalligateams

Weiterhin offene Trainerfrage

Es dürfte spannend bleiben, ob Stotz – wie von Präsident Jürgen Machmeier behauptet – wieder in seine alte Rolle als Leiter im Nachwuchsleistungszentrum des SVS, die er seit zwei Jahren bekleidete, zurückkehrt oder doch Trainer des Regionalliga-Teams bleibt. Die Nachwuchsspieler des SVS kennt Stotz bestens und könnte damit gut das Erbe von Olaf Janßen, von dem die Trennung laut Machmeier sehr harmonisch im beidseitigen Einvernehmen verlief, fortführen – oder setzt man auf einen erfahreneren Trainer? 

„Wir lassen den Jungs mehr Freiheiten“

Sandhausens Interimstrainer Stotz

Über die Unterschiede zwischen seiner und der Arbeit von Janßen, der Spielzüge einstudieren ließ, lässt Stotz dann doch durchblicken: „Wir lassen den Jungs mehr Freiheiten. Sie sollen Verantwortung übernehmen und dürfen Fehler machen.“

SVS-Keeper Lukas Schneller

Maximalziel ist Platz 3

Für die verbleibenden drei Partien gegen Mainz, in Freiberg und gegen Homburg scheint das Team im Kampf um die bestmögliche Platzierung 3 jedenfalls gewappnet zu sein und alles dafür zu geben. Dem starken Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach ist die Meisterschaft und damit der direkte Durchmarsch bis in die Dritte Liga nicht mehr zu nehmen.

Teoman Akmestanli kehrt wieder ins Mannschaftstraining zurück

Nollenberger mit Kreuzbandriss

Die Kurpfälzer müssen für längere Zeit ohne Nico Nollenberger auskommen. Der Offensivspieler hat sich im Auswärtsspiel in Alzenau einen Riss des vorderen Kreuzbands im linken Knie zugezogen und wird dadurch seinem Team in den kommenden Monaten fehlen.Teoman Akmestanli steht nach überstandener Verletzungspause wieder vor dem Einstieg ins Mannschaftstraining. Das Lazarett für den Saisonendspurt beschränkt sich neben Nollenberger weiterhin auf Dabo, Zimmer, Wagner, Ampadu, Pfaffenrot und Ramusovic.

Nico Nollenberger wird dem SVS aufgrund seines Kreuzbandrisses einige Monate fehlen

Mainzer Fahrstuhlmannschaft

Wie der vorangegangene Gegner aus Alzenau muss auch der Turn- und Sportverein Schott Mainz die sofortige Rückkehr in die Oberliga antreten. In den letzten neun Jahren ist die zweite Kraft aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt damit vier Mal in die Regionalliga Südwest auf- und wieder abgestiegen. Finanziell unterstützt wird der TSV von der Mainzer Schott AG, einem der weltgrößten Produzenten von technischen Gläsern und Glasartikeln.

Pascal Testroet erzielte in Alzenau seinen 19. Saisontreffer

Schwache Defensive

Dass das Spiel für die Sandhäuser kein Selbstläufer wird, zeigt der jüngste 3:1-Sieg der Mainzer über die Stuttgarter Kickers, doch die zweitmeisten Gegentore mit 78 an der Zahl brachen dem TSV das Genick im Kampf um den Klassenerhalt. Der brasilianische und Ex-FCA Walldorf-Mittelfeldspieler de Sousa Oelsner mit sechs Toren und der marokkanische Stürmer El Mahaoui mit fünf Toren waren am treffsichersten.

Mannschaft bricht trotz Abstieg nicht auseinander

Doch der TSV wird nach dem erneuten Abstieg einen weiteren Anlauf für eine Rückkehr nehmen und der sportliche Leiter Sascha Meeth konnte sich bereits über die Vertragsverlängerungen von zehn Akteuren freuen: „Für uns als Verein ist das ein sensationelles Zeichen und zugleich ein klarer Beleg für den Charakter, den Zusammenhalt und die Überzeugung innerhalb dieser Mannschaft.“

Die Sandhäuser Spieler wollen in den letzten drei Partien sich noch mal mächtig ins Zeug legen

Mögliche Aufstellungen:

SV Sandhausen: Schneller – Gipson, K. Schulz, Osee, Kolbe – Outman, Tarnat – Herrmann, Mamutovic, Halbauer – Testroet
TSV Schott Mainz: Balters – Ahlbach, Blum, Gans, Just, Rimoldi – de Sousa Oelsner, Horozovic, Portmann, Robotta – El Mahaoui

AM
Fotos: foto2press

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