Fehler abstellen und eklig auftreten – TSG möchte gegen den VfB die ersten Punkte einfahren

Ilzer-Truppe hofft auf die ersten Saisonpunkte

Nach zwei Spieltagen in der noch jungen Bundesliga-Saison 2026/27 wartet die TSG Hoffenheim nach zwei Niederlagen noch auf die ersten Punkte. Die beiden 2:3-Niederlagen in Köln und gegen Dortmund waren durchaus vermeidbar, denn die Kraichgauer spielten über weite Phasen der Partie richtig gut und dominant und waren den Siegen jeweils näher als die Gegner. Am 3. Spieltag sind die Hoffenheimer im Heimspiel am Samstag um 15:30 Uhr in Sinsheim gegen den VfB Stuttgart etwas in Zugzwang geraten, um nicht weiter mit leeren Händen bzw. Punkten dazustehen.

„Es gilt, aus den beiden Niederlagen zu lernen“

TSG-Geschäftsführer Sport Andreas Schicker

TSG-Sportchef Andreas Schicker blickt dennoch noch nicht mit Sorgen auf die nächsten Aufgaben: „Die Mannschaft hat Vertrauen in ihren Weg. Es gilt, aus den beiden Niederlagen zu lernen. Ich hoffe, dass sich das gegen Stuttgart diesmal im Resultat widerspiegelt.“

„Es fühlt sich nicht gut an mit null Punkten dazusitzen“

TSG-Coach Ilzer über die bisherige Punktausbeute

Trainer Christian Ilzer tat sich bei der Ursachenforschung schwer, die beiden letzten Niederlagen zu erklären: „Es fühlt sich nicht gut an, nach zwei Runden mit null Punkten dazusitzen. Wir haben schon den einen oder anderen schmerzvollen Hieb mit auf die Reise gekriegt.“ Nach der Auftaktniederlage am Niederrhein hat der Österreicher sein Team deutlich die Kritik genommen, was diese dann in der folgenden Trainingswoche sehr gut umgesetzt hat.

Ozan Kabak (Mitte) zeigte an den ersten beiden Spieltagen eine starke Leistung

Doppelschlag warf das Team aus der Bahn

Gegen den BVB war dies in der ersten Stunde deutlich erkennbar, was auch den 48-jährigen Österreicher sehr beeindruckt hat – aber halt nur in den ersten 60 Minuten. Zu wenig, wie sich am Ende herausstellte. Nach dem Doppelschlag mit zwei Gegentreffern innerhalb von fünf Minuten haben die Hoffenheimer leichtfertig ihre Spielüberlegenheit und Dominanz verloren und ermöglichten noch zu allem Übel kurz vor dem Ende durch ein unglückliches Eigentor den Dortmunder Siegtreffer.

Nachlässigkeit, fehlende Schärfe und Konzentration wurden eiskalt bestraft

Wie schon in Köln wurde die Nachlässigkeit, die fehlende Schärfe und Konzentration eiskalt bestraft. Die Gründe für den Einbruch sieht Ilzer eher als Kopfsache: „Wenn du ein paar Prozent nachgibst, hast du nicht mehr das gute Spiel, das du vorher eine Stunde lang gezeigt hast. Wir dürfen nach solchen Ergebnissen auch mal durchtauchen, aber uns nicht vom Weg abbringen lassen. Wir müssen nachjustieren, klar sein.“

Trainer Ilzer gibt an seinen Spieler Vladimír Coufal Anweisungen während des Spiels

„die Leistung ist definitiv eine, auf der wir aufbauen können“

Ilzers Fazit

Dennoch ist das Fazit TSG-Coachs positiv: „Ich habe mehr Gutes wie Schlechtes gesehen, das habe ich den Jungs auch bestätigt. Man darf keine Zweifel aufkommen lassen, denn das Leistungslevel ist extrem dicht. Jetzt gilt es die Ergebnisse einzufahren, was uns als Gruppe stabil macht, das braucht jedes Team in der Entwicklung.“ Unterm Strich bleibt für Ilzer: „Ergebnistechnisch bleibt zwar die Null stehen, aber die Leistung ist definitiv eine, auf der wir aufbauen können.“

Robin Hranac mit perfekter Ballannahme

Aus den Fehlern lernen und noch für so machen Gegner eklig werden

Dass das Auftaktprogramm sehr anspruchsvoll ist, lässt Ilzer nicht gelten: „Ich habe überhaupt kein Thema damit, dass wir in der Anfangsphase auf starke Gegner treffen. Da sieht am sehr schnell, wo es uns fehlt, wo wir noch wackeln und noch nicht so stabil sind. Da wird uns klar dargestellt, was es noch abzustellen gilt auf unserem Weg, aber auch was wir den Jungs bestätigen können, was gut ist. Gegen Top-Teams wie Dortmund und Stuttgart, die Champions League spielen, wird das besonders deutlich. Wir werden daran wachsen und für so machen Gegner noch eklig werden.“  

Auch die Hoffe-Fans sind am Samstag gegen die Stuttgarter im zu erwarteten heißen Nachbarschaftsduell gefordert

Zwei starke Offensivreihen, aber auch mit Defensivschwächen

Jetzt erwarten die Kraichgauer im zweiten Heimspiel in Folge den schwäbischen Nachbarn vom Neckar in der seit Wochen ausverkauften SNP Arena. Am Technik-Museum treffen zwei spielstarke Mannschaften aufeinander, die mit großer Offensivqualität gesegnet sind, aber beide noch an ihrer Defensiv‑Performance arbeiteten. Bestes Beispiel hierfür war das 3:3-Spektakel in der vergangenen Sasion an gleicher Stätte, wo dies deutlich zum Vorschein kam.

„Wir wollen agieren, nicht reagieren“

Izers Vorgaben an seine Mannschaft

Ilzer sieht im VfB „eine Top-Mannschaft, die auf engen Räumen gut ist und sehr stark kombiniert“. Zudem bescheinigt er den Gästen „eine Top-Qualität und starke Goalgetter sowie hohes Tempo und eine stabile Abwehr.“ Gegen diese Qualitäten möchte der Hoffe-Coach entschlossen entgegentreten mit der Ausrichtung: „Wir wollen agieren, nicht reagieren.“
 

Andrej Kramaric mit einem Distanzschuss aufs Stuttgarter Tor

VfB mit positiven Ergebnissen

Die Kicker mit dem roten Brustring können mit den Ergebnissen zum Saisonstart zufrieden sein. Im DFB-Pokal erreichte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß souverän die zweite Runde und in der Bundesliga gab es einen Sieg über Köln sowie eine Niederlage beim FC Bayern. Am Mittwoch siegten die Stuttgarter in der UEFA Champions League beim Viking Stavanger durch drei Treffer von Ermedin Demirovic innerhalb von nur zwölf Minuten souverän mit 3:1.

Grischa Prömel hat inzwischen das blau-weiße TSG-Dress mit dem rot-weißen VfB-Dress gewechselt

Prömels erste Rückkehr

Für Grischa Prömel kommt es bei der erstmaligen Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, wo er vier Jahre aktiv war, gegen die Ex-Kollegen zu einem besonderen Wiedersehen. Der 31 Jährige hat sich in seiner Geburtsstadt im VfB-Mittelfeld auf Anhieb einen Stammplatz erobert und stand in allen vier bisherigen Pflichtspielen in der Startelf.

Die bisherigen Duelle:

Beide Klubs trafen bisher 32-mal in der Bundesliga aufeinander. Dabei gewannen die Bad Cannstatter elfmal, achtmal der Dorfverein. Vergangene Saison trennte man sich zweimal unentschieden (3:3 und 0:0).

Fotos: Kraichgaufoto und foto2press

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