Kreisligist hat seinen Kader vergrößert und zählt erneut zum Favoritenkreis
Der SV Rohrbach/S. zählt auch in der neuen Saison 2026/27 wieder zum erweiterten Favoritenkreis, wenn es um den Aufstieg in die Landesliga Rhein-Neckar geht. Die Kicker von der Rohrbacher Rosenbrücke haben die letzte Kreisliga-Saison als Tabellenvierter mit fünf Punkten hinter dem Relegationsplatz abgeschlossen. Damit wurde das Saisonziel, eine Platzierung unter den Top 5, erreicht. Hätte es da nicht eine kleine Schwächephase im Saisonendspurt gegeben, es wäre deutlich mehr möglich gewesen.
Konstant in der Spitzengruppe vertreten
Tabellarisch bleiben die Rohrbacher auf der Stelle: Platz 3 in der Saison 2023/24 und Platz 4 jeweils in der Saison 2024/25 und 2025/26. In der Verbandsrunde des bevorstehenden 100-jährigen Vereinsjubiläums strebt man jetzt einen neuen Angriff auf die vorderen Plätze an. Die Verantwortlichen haben das Ziel, wie traditionell in den letzten Jahren auch, wieder eine Platzierung unter den Top 5 ausgegeben. Zudem möchte man den Zuschauern attraktiven, offensiven Fußball bieten.
„Eine genauere Einschätzung ist erst nach 5 – 7 Spieltagen möglich“
SVR-Coach Joachim Heger zur Einschätzung über die anderen Teams
Für Cheftrainer Joachim Heger, der inzwischen in sein 21. Trainerjahr (!) beim SVR geht, ist es derzeit noch etwas schwierig die Leistungsstärke der einzelnen Kreisligateams zu bewerten: „Zum aktuellen Zeitpunkt ist es sehr schwierig die jeweiligen Mannschaften einzuschätzen, da viele Vereine urlaubsbedingt auf Spieler verzichten müssen. Wir selbst waren bzw. sind auch noch von urlaubsbedingten Abwesenheiten betroffen. Eine genauere Einschätzung ist daher erst nach fünf bis sieben Spieltagen möglich.“
Kirchardt und Türkspor Eppingen sind die Top-Favoriten
Dennoch sind für Heger die SG Kirchardt und Türkspor Eppingen die Top-Favoriten. Dem TSV Kürnbach und Aufsteiger TSV Ittlingen traut er zu, weit vorne mitzuspielen. Ähnlich wie in der vergangenen Saison ist davon auszugehen, dass es wieder eine ausgeglichene Kreisliga-Saison wird. Dies ist zum einen für die Spannung gut und sorgt zum anderen Spieltag für Spieltag für Überraschungen.
Größte Konstanz wird am Ende entscheidend sein
Heger glaubt nicht, dass es erneut eine Übermannschaft, wie zuletzt Meister FC Zuzenhausen II, gibt: „Ich sehe aktuell keinen Verein, der alleine vorne wegmarschieren wird. Letztlich wird die Mannschaft oben stehen, die die größte Konstanz über die Saison an den Tag legt.“

Keine Veränderungen im Trainerteam
Beim Trainerteam gab es keine Veränderungen. Mit Adrian Neuberger als spielender Co-Trainer und Torspielertrainer Lucas Diekmann stehen Cheftrainer Heger bewährte und zugleich erfahrene Kräfte zur Seite.
Trainingsbeteiligung erneut urlaubsabhängig
Mit der Trainingsbeteiligung konnten die Verantwortlichen anfangs sehr zufrieden sein, ehe dann bedingt durch den Beginn der Urlaubszeit immer mehr Spieler fehlten. Erst bis Schulbeginn Mitte September dürfte sich die Personalsituation wieder normalisiert haben. Für das Trainerteam heißt es dann, die Urlaubsrückkehrer durch gezielte Trainingssteuerung wieder an das gleiche Niveau des restlichen Kaders heranzuführen. Der Trainingsrückstand muss aufgeholt werden.

Jürgen Kistlers Lücke ist schwer zu schließen
Bei der Position des Spielausschussvorsitzenden hat der verstorbene Jürgen Kistler eine große Lücke hinterlassen, die nur schwer zu schließen ist. Im Spielausschuss sind zur neuen Saison weiterhin Markus Mrasek, Paulo Olivera und Biggi Batschied vertreten. Hinzu kommt noch Josha Schilling.

Drei Abgänge zu verzeichnen
Deutlich mehr Veränderungen gab es bei der Spielerkaderzusammenstellung. Nachdem die beiden Stammkräfte Steffen Baumgartner und Christian Vogt als Spielertrainer zum A-Ligist SG Eschelbronn/Neidenstein gewechselt sind und Jan-Gabriel Dewald aus beruflichen Gründen ins Ausland ging, wurde der Kader in der Breite etwas vergrößert.
Mit acht Neuzugängen den Kader aufgestockt
Mit Maurice Reichert (SV Mörtelstein), Emir Altun (Türk Gücü Sinsheim), Artjom Titov (FC Mühlhausen II), Colin Pojda (Waldbrunn), Dennis Bauer, Rico Aras (beide 2. Mannschaft), Moritz Engelhardt (A-Jgd. SG Dielheim) und Emre Ademov (SV Sinsheim) kamen gleich acht Neuzugänge hinzu. Damit möchte man dem zeitweise großen Personalmangel in der vergangenen Saison entgegenwirken, was sehr sinnvoll ist.

„Wenn man von der Bank Qualität nachlegen kann, ist das ein wesentlicher Faktor“
Coach Heger über die Kadergröße
Trainer Heger wünscht sich trotz des großen Konkurrenzkampfes „ein geschlossenes Auftreten seines Teams als Mannschaft sowie einen entsprechenden Teamgedanken, wenn ein Spieler mal nicht von Anfang an spielt.“ Der Coach geht davon aus, dass dies in dieser Saison vermutlich ein größeres Thema wird, da der Kader deutlich größer ist. Dennoch ist für den ehemaligen Torjäger auch klar, „dass wir jeden einzelnen Spieler brauchen, wenn wir eine erfolgreiche Saison spielen wollen. Wenn man von der Bank noch entsprechende Qualität nachlegen kann, ist das in vielen Spielen ein wesentlicher Faktor.“
„Sehe uns schwerer ausrechenbar“
Co-Trainer Adrian Neuberger über das große Plus
Co-Trainer Adrian Neuberger traut der Mannschaft nicht zuletzt wegen des aufgestockten Personals einiges zu: „Unsere Ambitionen und Ansprüche sind erneut vorne mitzuspielen. Die eingespielte Mannschaft wurde in der Breite deutlich verstärkt, was uns auch ein wenig schwerer ausrechenbarer macht.”

BWA-Werbeagentur sponsort neue Jubiläumstrikots
Zur neuen Saison 2026/27 wurde die Mannschaft vom Sponsor BWA-Werbeagentur mit zwei neuen Sätzen Trikots in den Vereinsfarben blau undweiß ausgestattet. Auffallend hierbei beim blauen Trikot ist das erstmals verwendete Wappen zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des SVR, während das weiße Dress als Ausweichtrikot vorgesehen ist. Spieler und Verantwortliche möchten sich an dieser Stelle beim Sponsor Jürgen Bauer recht herzlich bedanken.
Neue Trikots stimmen aufs Jubiläum ein
Hinsichtlich des bevorstehenden Vereinsjubiläumsjahres sieht Joachim Heger noch keine allzu große Euphorie aufkommen. Heger: „Es wird zwar stellenweise davon gesprochen, jedoch ist das bei den Spielern (noch) kein Thema. Wenn wir unsere neuen Trikots mit dem Jubiläumswappen tragen, werden wir aber vor jedem Spiel daran erinnert. Die neuen Trikots werden wir am Sonntag beim Heimspiel gegen den FC Weiler erstmals tragen.“

„Wollen unsere Heimspiele gewinnen, egal gegen welchen Gegner“
Trainer Heger zur Heimstärke
Apropos Weiler: Im zweiten Saisonheimspiel wird hier der zweite Heimerfolg fest ins Auge gefasst. Heger zeigt sich hierbei sehr zuversichtlich: „Wenn wir uns oben etablieren wollen, müssen wir zwingend unsere Heimspiele gewinnen, egal gegen welchen Gegner.“ Personell sieht es für Heger aktuell wieder deutlich besser aus als bei der Niederlage am letzten Wochenende in Waibstadt: „Aus heutiger Sicht stehen uns mit Robin Karolus, Lukas Authenrieth, Dennis Bauer und Matteo Francesca wieder wichtige Spieler zur Verfügung.“
Lob für Rasenbewässerungsteam
Der SV-Coach möchte an dieser Stelle eines nicht unerwähnt lassen: „Ein Lob gilt auch unserer Vorstandschaft, die es durch ihren Einsatz geschafft hat, dass unsere beiden Plätze trotz der extremen Trockenheit in einem guten Zustand sind. Wenn man sich einige Plätze bei anderen Vereinen anschaut, können wir hier mehr als zufrieden sein.“

Der Wunsch nach einem Kunstrasen ist groß
Dabei möchte er erneut die Vorteile eines Kunstrasenplatzes hervorheben: „Man hat in diesem Sommer ganz besonders gesehen, dass ein Kunstrasenplatz nicht nur in den Wintermonaten sondern auch in den heißen Monaten von großem Vorteil ist. Mannschaften, die über einen solchen Platz verfügen, haben einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, da dort immer trainiert werden kann.“ Der Wunsch nach einem neuen Spielfeld wird hier, wie schon mehrfach an anderer Stelle, erneut deutlich. Vielleicht kann man es am besten so umschreiben: Der größte Wunsch des Vereins für das bevorstehende 100-jährige Bestehen ist ein neuer Kunstrasenplatz.

Unsere BWA-Prognose:
Mit dem SV Rohrbach/S. ist auch in der neuen Sasion im oberen Drittel zu rechnen. Vieles wird davon abhängen, wie schnell sich die Neuzugänge integrieren und sich in das bewährte Spielsystem einbinden. Um ganz oben mitzuspielen gehört auch etwas Glück und vor allem, dass man vom Verletzungspech verschont bleibt. Ein Vorteil für Rohrbachs Erste ist die Heimstärke, die sie in den vergangenen Jahren stets unter Beweis stellte. Wenn jetzt noch etwas mehr Konstanz in den Auswärtsspielen an den Tag gelegt wird, vor allem wenn es gegen die Top-Teams geht, ist der Truppe einiges zuzutrauen. Der Saisonauftakt ist noch wenig aussagekrätig. Nach dem Auftaktsieg gegen den VfB Epfenbach folgte es eine Niederlage in Waibstadt. Viel Selbstvertrauen holte man sich in der ersten Pokalrunde durch einen Auswärtssieg beim letztjäjhrigen Finalisten SV Reihen. Bereits in Runde 2 wartet mit der Partie in Waibstadt der nächste schwere Brocken. Zugleich eine gute Gelegenheit sich für die Punktspielniederlage zu revanchieren.
Unser BWA-Tipp:
Der SVR I wird am Saisonende eine Platzierung zwischen drei bis vier belegen. Der neue, in der Breite besser aufgestellte Kader verspricht einiges. Dem Trainerteam wird es gelingen wieder eine schlagkräftige Truppe zu formen, die um den Aufstieg ein gewichtiges Wort mitsprechen wird. Für ganz oben wird es jedoch nicht reichen, da die Konkurrenz, allen voran die SG Kirchardt, etwas starker eingestuft wird.
Fotos: BWA













