Den vierten Sieg vor Augen – SVS gastiert bei den Feierabend-Kickern von Alzenau

Unter Interimstrainer Stotz soll Platz 3 noch anvisiert werden

Der SV Sandhausen befindet sich weiter im Höhenflug und hat am Dienstag mit dem 3:1-Erfolg beim Tabellenfünften FSV Mainz 05 II im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Kevin Stotz den dritten Sieg in Folge gegen drei Teams aus der oberen Tabellenhälfte eingefahren. Der einzige Aufstiegsplatz ist nach dem schlechten Start nach der Winterpause zwar längst in weiter Ferne, doch Tabellenplatz 3 ist bei nur noch zwei Punkten Rückstand ein realistisches Ziel in der ersten Saison nach dem Abstieg in die Regionalliga Südwest.

Für Sandhausens Interimstrainer Kevin Stotz war der Auswärtssieg in Mainz ganz wichtig

„Es war ein wichtiger Sieg für uns, wir haben die Siegesserie ausgebaut“

Sandhausens Interimstrainer Stotz

Die Englische Woche soll am Samstag um 14 Uhr mit der maximalen Ausbeute von neun Punkten veredelt werden, wenn der SVS beim sehr wahrscheinlichen Absteiger FC Bayern Alzenau gastiert. Coach Stotz nach dem Spiel in Mainz: „Es war auf jeden Fall ein wichtiger Sieg für uns, wir haben die Siegesserie ausgebaut. Ein hart erkämpfter Erfolg, die erste Halbzeit war schwer. Mainz hat das mit dem Ball natürlich gut gemacht, aber wir haben gut dagegengehalten. Wir waren fleißig und haben uns dann belohnt. Wieder einmal haben wir auch mit frischem Wind von der Bank gewonnen, das war extrem wichtig.

Louis Kolbe (li.) im Zweikampf mit dem Alzenauer Mersei Dieu Nsandi

Bis zum Saisonende dran bleiben

Der Interimstrainer hofft, dass sein Team bis zum Saisonende weiter erfolgsorientiert bleibt: „Wenn wir das Woche für Woche weiter so auf den Platz bringen, dann können wir aus den letzten Spielen noch viel machen. Wichtig ist, dass wir dranbleiben und die Saison nicht austrudeln lassen.“

David Mamutovic (li.) im Laufduell mit Gaoussou Dabo von Bayern Alzenau

„Wir sind gut drauf, drei Spiele, drei Siege

David Mamutovic – zweifacher Torschütze in Mainz

Stotz wechselte sein Team im zweiten Spiel binnen vier Tagen kräftig durch, musste aber feststellen, dass mit der Hereinnahme der etatmäßigen Stammspieler David Mamutovic, Jahn Herrmann und Phil Halbauer in der 2. Halbzeit mehr Spielfluss auf Seiten der Kurpfälzer entstand. Mamutovic avancierte gegen seinen Ex-Verein mit zwei Treffern zum Matchwinner und resümierte: „Es ist jetzt das dritte Mal in Folge, dass wir in der zweiten Halbzeit das Spiel gedreht haben. Das zeigt wieder einmal die Moral der Mannschaft. Wir sind gut drauf, drei Spiele, drei Siege. Im nächsten Spiel müssen wir aber schauen, dass wir besser ins Spiel starten. Dann mache ich mir keine Sorgen. So können wir weitermachen.“

Sandhausens Abwehrspieler Kwabe Schulz (li.) versucht, den Alzenauer Filip Pandza vom Ball zu trennen

Stotz kehrt am Saisonende wieder ins NLZ zurück

Das dritte Sandhäuser Tor steuerte Pascal Testroet mit seinem 18. Saisontreffer im 26. Einsatz bei, womit ihn noch vier Treffer vom Führenden der Torjägerliste, dem Großaspacher Eisele, trennen. Zur Trainerfrage sagte Präsident Jürgen Machmeier nach dem vorherigen Sieg gegen Fulda noch: „Wir haben klar gesagt, dass Kevin bis 30. Juni Interimstrainer bleibt und danach wieder im NLZ angesiedelt ist. Dabei bleibt´s.“ Doch Stotz hat der Mannschaft eine neue taktische Ausrichtung hin zu weniger Ballbesitzfußball verpasst, hat neues Feuer entfacht und wer weiß, ob nicht noch ein Umdenken stattfindet.

Pascal Testroet – hier im Zweikampf mit dem Alzenauer Marcel Wilke – hat noch gute Chancen sich die Torjägerkanone der Regionalliga Südwest zu sichern

Es wird bei nur einem Jahr Regionalliga bleiben

Die Unterfranken von Bayern Alzenau auf Tabellenrang 15 werden nach nur einer Saison wieder die Rückkehr in die Hessenliga antreten müssen, da aus der 3. Liga mindestens ein Absteiger in die Regionalliga kommen wird. Der bemerkenswerte 3:0-Erfolg der Alzenauer beim FCA Walldorf am Dienstag bleibt nur ein Achtungserfolg bei zuvor einem Punkt aus sechs Spielen und zwölf Punkten Rückstand zum rettenden Ufer.

Feierabend-Kicker haben sich zu einer Regionalliga-Elf entwickelt

Dabei schien der FC zwischenzeitlich bei drei Heimsiegen in Folge auf einem guten Weg und der Vereinsvorsitzende Andreas Trageser jubelte: „Als eine der ganz wenigen Mannschaften, die nur aus Feierabend-Kickern besteht, haben wir uns zu einer ernstzunehmenden Regionalliga-Elf entwickelt. Wir sind mit der Arbeit unseres Trainerteams und dem Einsatz der Jungs hochzufrieden.“  

Alzenaus erfolgreichster Torschütze Luka Garic (re.) im Duell mit dem Sandhäuser Phil Halbauer

Erstes Gastspiel am Fuße der Burg Alzenau

Der mit neun Treffern erfolgreichste Torschütze Luka Garic traf auch in Walldorf mit einem verwandelten Freistoß. Erstmals führt den SV Sandhausen der Weg in die idyllische Kleinstadt rund um deren Wahrzeichen Burg Alzenau im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. Alzenau gehört zum Bundesland Bayern, doch durch die räumliche Nähe zu Hessen spielt der kleine FC Bayern seit der Saison 1992/93 in der Hessenliga. Das Hinspiel gewann der SVS durch das Tor von Mamutovic 1:0.

Stimmungsvoller Sandhäuser Fanblock

Mögliche Aufstellungen:

Bayern Alzenau:  Weiß – Jung, Samardzic, Wilke – Aygül, Ferukoski, Garic, Boutakhrit – Brauburger, Fecher, Sitter
SV Sandhausen: Lyska – Gipson, Schulz, Wimmer, Kolbe – Krauße, Tarnat – Herrmann, Mamutovic, Halbauer – Testroet

AM
Fotos: foto2press

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