Qualität schlägt Kampfkraft – Duell zweier verschiedener Hälften
Zweites Heimspiel, zweiter Sieg! In einem torreichen, unterhaltsamen und temporeichem Kreisligaduell besiegte der SV Rohrbach/S. den FC Weiler mit 5:3. Matchwinner dabei war SV-Stürmer Robin Karolus, der gleich vier Mal ins Schwarze traf. Die Zuschauer an der Rohrbacher Rosenbrücke bekamen ein interessantes und chancenreiches Spiel mit zwei recht unterschiedlichen Hälften geboten. Während die Kicker vom Steinsberg im ersten Abschnitt die Mehrzahl an guten Tormöglichkeiten hatten und verdient mit 2:1 führten, übernahmen die Gastgeber im zweiten Abschnitt die Initiative und drehten die Partie aufgrund einer immer größer werdenden Überlegenheit letztendlich zu einem verdienten 5:3-Erfolg.
„Ich konnte heute wieder mal auf meinen Torinstinkt vertrauen“
Matchwinner Robin Karolus
Der Vierfach-Torschütze nach dem Spiel gegenüber bwa-sport.de: „Ich konnte heute wieder mal auf meinen Torinstinkt vertrauen. Wir taten uns heute vor allem in der ersten Hälfte sehr schwer und retteten uns mit einem 1:2-Rückstand in die Pause. Nach der deutlichen Halbzeitansprache haben wir effizient unsere Chancen genutzt und am Ende verdient gewonnen. Unser Teamgeist und die Tatsache, dass wir einen zweimaligen Rückstand wieder aufgeholt haben, spricht für die Mannschaft. So kann es weitergehen.“

SV ging nach starker Anfangsphase in Führung
Der SVR ging mit seiner ersten gefährlichen Toraktion in der Anfangsphase durch Robin Karolus, der auf Vorarbeit von Luca Romig aus kurzer Distanz nur noch zur 1:0 Führung einzuschieben brauchte, in Führung (8.).


Weiler gelingt der Ausgleich und die Spielhoheit
Weiler ließ sich davon nicht beirren und glich zehn Minuten später durch Janne Reissfelder, der mit einer Direktabnahme SV-Keeper Niko Romig keine Chance ließ, aus (19.). Die Gäste wurden in der Folge immer stärker und erspielten sich gegen eine in der Defensive alles andere als sattelfeste Rohrbacher Hintermannschaft eine Reihe hochkarätiger Chancen.

Drei Megachancen in drei Minuten
Doch sowohl Seifert (23.), Lennard Bache (24.) als auch Rene Abele (26.) gelang es nicht, Torhüter Romig zu überwinden. Nachdem der SV eine Kopfballmöglichkeit von Karolus ungenutzt ließ (33.), brachte Bache den FCW mit einem Flachschuss ins rechte Eck erstmals in Führung (37.).


Verdiente Pausenführung der Gäste
Nur eine Minute später hatte Kimi Zweigart das 3:1 auf dem Fuß, doch sein Schuss aus spitzem Winkel verfehlte nur knapp sein Ziel (38.). Rohrbach war mit dem knappen Pausenrückstand noch gut bedient. Was fehlte war eine geordnete Defensive und ein flüssiges, druckvolles Spiel in die Spitzen.

Halbzeitansprache zeigt Wirkung
Dies sollte sich im zweiten Abschnitt jedoch ändern. Trainer Joachim Heger fand bei seiner Halbzeitansprache die richtigen Worte und sein Team zeigte plötzlich ein völlig anders Gesicht. Damit spielte den Blau-Weißen der frühe 2:2-Ausgleich durch Karolus in die Karten (53.).

Karolus gleicht aus
Nach einer Freistoßflanke von Adrian Neuberger aus dem Halbfeld stand der Torjäger am Fünfmeterraum goldrichtig und vollstreckte per Direktabnahme. Das Spielgeschehen verlagerte sich nun zunehmend die die Weilener Hälfte. Nachdem der eingewechselte Lukas Authenrieh aus kurzer Distanz einen Kopfball nicht aufs Tor bringen konnte, fiel auf der anderen Seite mit der ersten Toraktion in Hälfte 2 die erneute Gästeführung.

Seifert trifft zur erneuten FC-Führung
Jakob Seifert nahm eine Flanke von links zwischen zwei gegnerischen Abwehrspielern direkt und SV-Keeper Romig musste zum dritten Mal hinter sich greifen (70.). Erneut führte eine Nachlässigkeit im Defensivbereich zu einem Gegentreffer.


Titov trifft im zweiten Versuch zum 3:3
Doch die Freude beim FC-Anhang währte nicht lange, denn nur drei Minuten später besorgte Neuzugang Artjom Titov nach einem Alleingang aufs gegnerische Tor im zweiten Versuch das 3:3 (73.).
„Der Ausgleich war zu dem Zeitpunkt hochverdient“
Torschütze Artjom Titov
Der Torschütze: „Eigentlich hätte ich zum besser positionierten Lukas Authenrieth passen müssen, doch dann habe ich es selbst gemacht und bin froh, dass es geklappt hat, sonst hätte ich mir etwas anhören müssen. Der Ausgleich war zu dem Zeitpunkt hochverdient. Es macht sehr viel Spaß mit der neuen Truppe.“ Rohrbach erhöhte, auch bedingt durch frische Kräfte, nun die Taktzahl und drückte Weiler in die Defensive.

Doppelpack von Karolus entscheidet das Spiel
Mit Erfolg: Nach Flanke von Luca Romig passte Titov auf Karolus, der zur erneuten 4:3-Führung vollendete (78.). Der FCW konnte dem nun nichts mehr entgegensetzen und musste kurz vor dem Ende noch das alles entscheidende 3:5 einstecken. Als nach einem Konter Luca Carone im Strafraum zu Fall gebracht wurde, entschied der souverän leitende Unparteiische Paul Bickel auf Strafstoß. Karolus ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf mit seinem vierten Treffer zum 5:3-Endstand (88.).


„In der Defensive gibt es noch Steigerungspotenzial“
SV-Coach Joachim Heger
Für SVR-Cheftrainer Joachim Heger war es am Ende zwar ein verdienter Heimsieg, der jedoch aber auch einige Verbesserungswünsche offenbarte: „Es war in Hälfte 1 der ähnliche Verlauf wie in Waibstadt vor einer Woche. Erst im zweiten Abschnitt haben wir dann unser wahres Gesicht gezeigt und auch bedingt durch frische Kräfte von der Bank das Spiel zu unseren Gunsten entschieden. Robin Karolus hat uns heute mit seinen vier Treffern den Sieg beschert. Weiler hatte in der Schlussphase kräftemäßig nichts mehr dagegenzusetzen. In der Defensive müssen wir uns in den nächsten Wochen deutlich steigern und die gleichen Fehler vermeiden.„

„Am Ende hat Qualität über Kampf entschieden“
FCW-Spielertrainer Unser
Für Rico Unser, dem Spielertrainer des FC Weiler war es am Ende eine vermeidbare Niederlage: „Nach sechs Jahren komme ich immer wieder gerne an die alte Wirkungsstätte zurück. In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr gut auf die Rohrbacher Spielweise eingestellt und hätten bei besserer Chancenverwertung mit 4:1 in die Pause gehen können. Im zweiten Abschnitt fand der Gegner dann immer besser ins Spiel, während bei uns die Kräfte nachließen. Rohrbach hat in der Breite einen starken, ausgeglichen Kader, das hat man heute bei den Auswechslungen gesehen. Dennoch tut die Niederlage aufgrund der ersten Hälfte sehr weh. Am Ende hat dann doch Qualität über Kampf entschieden.“

Auswärts in Mühlbach
Bereits am Donnerstag bestreitet der SV Rohrbach/S. sein nächstes Pflichtspiel. Hierbei gastiert die Heger-Truppe um 19:30 Uhr beim VfL Mühlbach.
„Mühlbach ist immer ein schwieriges Pflaster“
SV-Coach Heger über den nächsten Gegner
Für Trainer Heger kein leichtes Unterfangen: „Mühlbach hat am letzten Spieltag gegen Weiler unentschieden gespielt, ich erwarte von daher eine ähnliche Partie wie heute. Für uns ist Mühlbach immer ein schwieriges Pflaster, auch wenn wir in der letzten Saison dort einen Punkt geholt haben. Mit Koser haben sie einen gefährlichen Stürmer, der immer wieder mit weiten Bällen gesucht wird. Wir müssen die heutigen Fehler abstellen und dort in einer zu erwartenden kampfbetonten Partie auf Sieg spielen, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden.“
Fotos: BWA













