„Gegen den VfB Stuttgart brauchen wir jetzt volle Power“

Hoffenheims neuer Stadionsprecher hatte sich seine Premiere anders vorgestellt

Bei der Saison-Heimpremiere der TSG Hoffenheim gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende gab es einige Neuerungen (wir berichteten darüber bereits). Unter anderem war es auch für den neuen Stadionsprecher Basti Hauk sein erster Bundesligaeinsatz. Und das vor voller Hütte mit 30.150 Zuschauern in der restlos ausverkauften Sinsheimer SNP Arena.
Als Nachfolger des über 20 Jahre tätigen Kult-Stadionsprechers Mike Diehl und dessen Nachfolgers Nils Hachmann, der drei Jahre dieses Amt innehatte, wurde Hauk von der TSG Hoffenheim unter 70 Bewerbern ausgewählt. Für den 36-Jährige Familienvater, der die TSG schon über zwei Jahrzehnte leidenschaftlich verfolgt, ist es eine Entwicklung vom Fan auf der Tribüne runter aufs Spielfeld zur Stimme im Stadion. Auch wenn die Aufregung und Anspannung verständlicherweise im Vorfeld groß war, so meisterte er seine Aufgabe auf Anhieb mit Bravour, wenngleich die Stimmung in der Arena am Ende aufgrund der Niederlage bei den Gastgebern sehr frustriert war.

Mein erster Einsatz war super aufregend

TSG-Stadionsprecher Basti Hauk

Im Gespräch mit bwa-sport.de unmittelbar nach seinem Debüt gab er einen kurzen Einblick in seine aktuelle Gefühlslage: „Mein erster Einsatz bei einem Bundesliga-Heimspiel war super aufregend. Am Ende war es nach der 2:3-Niederlage natürlich ganz bitter. Wir hatten so stark begonnen und nach dem 2:0 habe ich innerlich meine Moderationskarten schon weggelegt und so für mich gedacht, „ich gehe dann mal nach Hause“. Und dann passiert nach einer Stunde das, was ich mir nicht vorstellen konnte, das war ganz bitter und schwer zu verkraften.“

Enttäuschung bei den Hoffenheimer Spielern Vladimir Coufal, Andrej Kramaric und Bambase Conte nach d er Niederlage gegen Dortmund

Stimmung war bis zum 2:0 mega und dann bekommt man so einen auf die Fresse

Basti Hauk zum Stimmungswandel beim Dortmund-Spiel

Die Enttäuschung nach dem Abpfiff war allgemein sehr groß, da hilft es auch gutes Zureden am Mikro wenig. Für Basti Hauk war es gleich bei seinem ersten Einsatz eine bittere Erfahrung: „In so einer Situation kann man auch als Stadionmoderator nicht mehr viel machen. Die Stimmung in der Arena war bis zum 2:0 mega und dann bekommt man so einen auf die Fresse, auf gut Deutsch gesagt. Das tut weh, extrem weh“.

Begeisterung unter den Hoffe-Fans! Am Samstag beim Nachbarschaftsduell mit den Schwaben wird es auf den Rängen lautstark zugehen.

Gegen Stuttgart alles geben, um nicht in einen Abwärtsstrudel zu kommen

Doch auch bei Hoffes neuer Stimme geht der Blick nach vorn. „Gegen den VfB Stuttgart brauchen wir jetzt volle Power. Die Fans und ich werden am Samstag alles geben, um die ersten Punkte einzufahren.“  Basti zur aktuellen sportlichen Situation: „Wenn wir mit null Punkten aus der Liga in die Europa League-Saison starten würden, wäre dies sehr bitter. Man weiß, wenn man ohne Ertrag startet, kann man schnell in einen Abwärtsstrudel kommen. Dies gilt es zu verhindern und deshalb müssen wir gegen Stuttgart alles geben.“

Fotos: BWA und Kraichgaufoto

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