DFB-Präsident Keller und Schatzmeister Curtius treten zurück

DFB stellt die Weichen für die Neuausrichtung

Nach wochenlangem Machtkampf und gegenseitigen Vorwürfen kam es jetzt zum bitteren Ende. DFB-Präsident Fritz Keller und sein Gegenspieler Generalsekretär Friedrich Curtius stellen ihre Ämter zur Verfügung. Auch Rainer Koch, der als 1. Vizepräsident für den Amateurfußball verantwortlich ist und Schatzmeister Stephan Osnabrügge werden bei einem vorgezogenen DFB-Bundestag  nicht mehr kandidieren. Der langjährige Freiburger Präsident Keller, der im Hauptberuf als Gastronom, Hotelier und Winzer tätig ist, stand nur 592 Tage an der Spitze des weltweit größten Sportverbandes.

Ständige Unstimmigkeiten an der DFB-Spitze

Aufgrund von ständigen Unstimmigkeiten und Streitigkeiten mit Curtius, Koch und Osnabrügge, die auch zum Teil öffentlich ausgetragen wurden und dem Image des DFB sehr schadeten, eskalierte das Ganze zuletzt, als Keller seinen Vizepräsident Koch mit Hitlers Blutrichter Roland Freisler verglich. Trotz mehrfach ausgesprochener Entschuldigungen war der 64-Jährige an der Verbandsspitze nicht mehr tragbar. Der Weg für einen kompletten Neuanfang mit einer völlig neuen Führung kann nun erfolgen. Es ist zu wünschen, dass nun für diese wichtigen Positionen die richtigen Leute gefunden werden, die zum einen den DFB aus den Negativschlagzeilen bringen und zum andern den Fußballsport ansich im Interesse aller auf einen guten, erfolgreichen Weg bringen.

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